@Streifenpulli
Warum ist Darmstadt ein "uninteressanter" Gegner? Ich hätte normalerweise auf 13.000+ x Zuschauer getippt, aber der dämliche Stimmungsboykott wird sicher einige hundert Zuschauer kosten. Überraschenderweise steigt heute ausgerechnet die NOZ in Person von Benjamin Kraus auf die Sache ein und bringt einen großen Bericht samt verständnisvollem Kommentar, während sonst nach dem kleinsten Pyro-Vorfall doch so gerne von "Fußball-Chaoten" und dergleichen die Rede ist.
@???
Eine Gegenfrage, die wirklich nicht böse, polemisch oder sonstiges gemeint ist: Hast du die Thematik in der vergangenen Saison bereits verfolgt? Dort wurde mehrfach in der NOZ berichtet - und auch von Spielern in Interviews zu verstehen gegeben, dass man den Boykott zwar bedauere - die Beweggründe jedoch respektiere.
"Die Ultras haben mit der Mannschaft gesprochen". Da würde mich ja mal interessieren, wie die Mannschaft das nicht unterstützen bewertet. Wenn die Spieler den Boykott doof finden, wird er dann abgesagt?
@el-thosito
Na ja, mit dem Ausbleiben einer eigenen persönlichen Bewertung und dem Verweis auf mögliche zukünftige positive Auswirkungen, kann man nach meinem Eindruck vielen Handlungen ein diesbzgl. potentielles Zukunftsszenario zu schreiben.
Lass uns mal gemeinsam überlegen, dann können wir uns für das Abbrennen von Pyros, Schmähgesängen gegen die Polizei/einzelnen Personen, Sachbeschädigungen, Hetzjagden auf gegnerische Fans etc. bestimmt auch noch positive zukünftige Auswirkungen für den VFL vorstellen...
@West - Kein einziger Spieler wird überrascht sein. Die Ultras werden, wie auch schon vergangene Saison, mit der Mannschaft und dem Trainer gesprochen haben.
Einige Spieler sind zudem gut mit Leuten aus der Szene befreundet.
Insgesamt ist das Verhältnis so gut, dass es beispielsweise zum gemeinsamen Flunkyball-Spielen am Tag nach dem Aufstieg kam.
Tja, auch wegen der überwältigenden Stimmung ist van Aken gerne zum VfL gekommen, da wird er sich am Montag aber wundern, wenn zumindest in der ersten Hz ein Teil der Osnabrücker Zuschauer lieber einen Stimmungsboykott anzettelt
Schmidt steigt erst nächste Woche wieder ins Lauftraining ein.
Pulido dagegen ist voll im Training, hatte sich ursprünglich ja auch anders angehört.
Für Thioune ist Van Aken definitiv eine Option für Montag, morgen wird das Training speziell auf ihn abgestimmt. Er habe die komplette Vorbereitung in England inklusive Testspiele mitgemacht. Das hört sich doch gut an!
Übrigens können wir alle behaupten ihn auch ein Stück nach Osnabrück geholt zu haben. Die Stimmung und das Spiel am Sonntag haben ihn endgültig zu seiner Entscheidung für Osnabrück gebracht! Ich bin gespannt, wie er einschlägt.
Ich tippe auf 12.500 Zuschauer. Das wäre für einen uninteressanten Gegner wie Darmstadt ok.
Mir gefällt es ja das wir auswärts mittlerweile wieder schön Punkte holen. Hoffe aber auch das wir endlich wieder Zuhause siegen und eine Serie starten!
Als Frankfurter muss Marcos Alvarez gegen Darmstadt 98 in die Startelf. Er wird hochmotiviert und topfit sein.
@ Eversburger
Es droht ja die 5. Plichtspielheimniederlage (Rostock, Haching, Heidenheim, Leipzig) in Folge. Gab es sowas schon einmal?
Da ja alleine durch DKs plus Gäste schon ca 8.200 Karten verkauft sind halte ich Schlucki für zu pessimistisch. Wie immer... ;-)
Wüsste auch keinen Grund wieso gegen Darmstadt 3.000 Leute weniger kommen sollten als gegen HDH und tippe daher das wir wieder zwischen 12.000 und 13.000 liegen werden.
Das glaube ich nicht. Wenn 500 Gäste kommen wäre es viel. Dann müssten im Heimbereich aber entsprechend mehr kommen. Ich tippe auch 10.000 Zuschauer.
Wieviel Karten wurden denn bisher für Montag abgesetzt? Ich denke 12500 Zuschauer werden es gegen Darmstadt bestimmt.
Ist Schmidt für Montag wieder eine Option?
Hopp Vadoz
Susac? Da mache ich mir keine Sorgen. Der dürfte viel spielen. Aber bei Trapp muß man sich fragen ob der überhaupt noch wieder richtig fit wird.
@Dittsche
Gänzlich unützes Wissen: Vor fast 16 Jahren hat er sogar mal ein Spiel unseres jetzigen Sportdirektors gepfiffen ;-)
@ vfl
Finde ich nicht schlecht, doch wer strahlt dann im Strafraum Torgefahr aus bei Flanken und bindet Abwehrspieler?
Deshalb muss m. E. bei Heimspielen ein Mittelstürmer aufgestellt werden, der Kopfballgefahr ausstrahlt. Bin deshalb für Girth und hoffe, dass bei ihm der Knoten platzt. Heider oder Friesenbichler wären Alternativen.
Nur dann wäre wieder kein Platz für Alva... oder wen soll man rausnehmen?
Finde übrigens die Entwicklung von Heyer positiv, ich glaube er wird absoluter Leistungsträger.
Wunschformation für hinten wenn alle fit wären: In der Dreierkette mit van Aken, Trapp und Heyer. Davor außen Agu und Ajdini.
Leider sehe ich für den sympathisch bescheidenen Susac zur Zeit kaum noch Einsatzchancen, zumal auch Konrad gut gespielt hat. Eigentlich schade. Zeigt aber die Qualität der Truppe.
Amenyido und Alvarez haben bisher die größte Torgefahr ausgestrahlt. Ich würde es am Montag mal so probieren:
Amenyido Alvarez
Blacha Ouahim
Wolze Taffershofer Agu
van Aken Gugganig Heyer
Körber
Schiedsrichter gegen Darmstadt ist kein geringerer als BL-Referee Patrick Ittrich aus HH. Hat bisher 7 Begegnungen des VfL’s gepfiffen (letztmalig beim 2:2 gg. 1860). Bilanz: Keine Partie ging unter seiner Leitung verloren (2 Siege, 5 Unentschieden). Ein gutes Omen?
Ittrich war diese Saison übrigens bereits 2x im DFB-Pokal im Einsatz: Delmenhorst vs. Bremen sowie Cottbus vs. München.
Wieso wird hier Abstiegskampf herbei geredet?
Mit einem Sieg am Montag könnte man auf Platz 3 klettern.
Thioune, Schmedes und die Spieler nehmen das Wort Klassenerhalt ganz bewusst nicht in den Mund;
der Blick geht nach oben statt nach unten.
Sitzen oder stehen ist doch kein Lautstärkeunterschied.
Weil Seide nicht so warm ist die dicke Baumwolle, Lorko. Im Sommer angenehmer um den Hals zu tragen.
@??? Also willst du der Mannschaft schaden, um gegen etwas zu protestieren, was dir nicht gefällt? :O
Merkste selber, oder?
Gerade gesehen, dass es neue "Retro-Artikel" im Fanshop gibt.
Mal ne Frage in die Runde: Warum sollte man sich eigentlich einen Seidenschal kaufen?
@ Pulli: Entscheidendes Detail: wir haben van Aken nur ausgeliehen, können uns also für seinen Marktwert nichts kaufen. Und Du schreibst ja ganz richtig, dass sich die Zahlen im Fussball ja eh immer weiter aufblähen. Unter diesem Aspekt sind die 1 Million DM, die Hertha 1993 für Pele Wollitz auf den Tisch gelegt haben soll, wohl ein gutes Stück höher einzuschätzen als van Akens heutiger Wert in einem völlig anderen Umfeld. Den damaligen weltweiten Transferrekord hielt übrigens (hab grad nachgeschaut) Gianluca Vialli, der 1992 für umgerechnet 16,5 Mio. Euro von Genua zu Juve wechselte. Das haben manche Stars heute als Jahresgehalt...
@ Lorko: Warum nicht? Ich habe vor der Saison auch mal geschaut, wie´s in der ewigen Tabelle aussieht und wie weit wir uns verbessern können. Natürlich zählt zuerst mal das Hier und Jetzt, also v.a. der Klassenerhalt. Aber es ist für mich schon ein schöner Nebeneffekt, dass wir uns mit jedem Punkt in dieser Saison auch in der ewigen Tabelle wieder etwas weiter nach vorne robben. Ist doch ein schöner Beleg dafür, wo wir eigentlich hingehören - in die 2. Bundesliga, und nirgendwo sonst.
Also mir passt Montag ausnahmsweise perfekt. Bin zwar Exiler, aber Montags 20.30 schaffe ich trotz Zuganreise aus HB. Werde Montag Schreien, Anfeuern und keinen Boykott unterstützen.
Ich kann Boykotteure verstehen und sehe die Argumente auch ein. Aber der TV-Vertrag ist wie er ist, zukünftig sollen Montagsspiele wieder abgeschafft werden. Das wurde schon November 2018 bekannt.
Also, warum soll ich nicht unterstützen? Wir kämpfen gegen den Abstieg. Alles andere ist Utopie. Da müssen wir uns nicht auch noch selbst schwächen.
Nur der VFL und ich freue mich auf Zuhause. Mein Paket mit dem Retroshirt usw sollte angekommen sein. Hoffe es passt.
Nur der VFL
Wir können Montag im Stadion pro oder contra VC- Protest abstimmen (auf Süd und Nord). Wenn in der 2. Halbzeit kommt "steht auf wenn ihr Osnabrücker seid" können ja die aufstehen, die den Protest verstehen. Wer den Protest überflüssig findet (wie ich) bleibt sitzen.
...trägt aber das Trikot unseres VfL.
van Aken ist allerdings Spieler von Sheffield Wednesday.
Ich glaube übrigens, dass unsere Neuverpflichtung der Spieler mit dem höchsten Marktwert aller Zeiten beim VfL ist. In der Geschichte des VfL gab es nur zwei Spieler, die zum Zeitpunkt ihres Engagements beim VfL einen Marktwert von über einer Million Euro hatten:
Thomas Reichenberger (Ende 2007 1.000.000€)
Andreas Schäfer (Anfang 2009 1.200.000€)
Damit dürfte van Aken der wertvollste Spieler der Vereinsgeschichte sein, was aber auch nicht verwundert, da die Martkwerte für die 2. Bundesliga erst seit 2004 erfasst werden und zudem die Marktwerte ja immer weiter explodieren.
Ich bin gespannt, wer noch alles die Millionenmarke in dieser Saison wird knacken können. Unseren drei Youngster traue ich das zu.
Anderes Thema
Morten Olsen im Kicker
Das Bosman Urteil würde ich zurücknehmen.Die Zeit vor dem Urteil war für den Fußball besser.Für die kleinen Klubs ist es viel schlechter geworden.
Zum anderen sagt er.Große Klubs spielen mit 10 Ausländern und haben noch 5 auf der Bank.Diese wären in ihrer Heimat sicherlich Stammspieler.
Zu seiner Zeit beim FC Kölle schwärmt er von Litti und Häßler.Mein Gedanke dazu,warum geht es nicht mit Alva und Anas im Tic Tac Verbund.Wenn Alva 60 min. Gas gibt kann es ja auch reichen.
Forza VFL
Wir können uns an jedem Spieltag in der ewigen Zweitliga-Tabelle gegenüber unserer Konkurrenten verbessern. Dazu zählt jedes Spiel. Verstehe Dittsche da irgendwie nicht.
Ist die ewige Tabelle der 2. Bundesliga wirklich für manche hier von Interesse?
und man müsste die Frage stellen, WARUM sind neun von zehn Stimmabgaben gegen Montagsspiele der Bundesliga. Sky Konsumenten können sich gegen Montagsspiele der Bundesliga aussprechen und gleichzeitig für Montagsspiele der II. Bundesliga sein.
Ich fühle mich auch in keinster Weise angegriffen. Im Gegenteil fand ich die Diskussion diesmal, seit langer Zeit mal wieder, sehr kontrovers - bis auf wenige Ausnahmen auch konstruktiv.
Mein "Engagement" dient auch eher einem möglichst diversen Meinungsbild und der Berücksichtigung verschiedenster Aspekte.
Wer nicht mit der Meinung der aktuellen Fanorganisationen konform geht, hat jederzeit die Möglichkeit diesen beizutreten und eine andere Perspektive aufzuzeigen.
"Dagegen sein" ist aber einfacher - wie heute schon jemand schrieb.
Wie dem auch sei, Montag steht ein extrem schweres Spiel an. Am Protest und der Ansetzung kann hier niemand etwas ändern und von daher sollten wir uns vielleicht wieder auf das sportliche Geschehen konzentrieren.
Bremer Brücke, toll wie du dich engagierst. Es geht aber nicht darum, dich anzugreifen. In den Dialogen mit DFB sind in der Regel die organisierten Fans und Fanprojekte vertreten, das ist aber der kleinere wenn auch lautere Teil der Fans. Um zu beurteilen ob eine Umfrage repräsentativ ist, müsste man sie methodisch untersuchen. 186000 Stimmabgaben klingt viel, sind aber bei 56 Profivereinen noch nicht mal 4000 pro Club und ich kann nicht beurteilen wie die Stichprobe ausgewählt wurde und ob und wie mehrfache Stimmabgabe ausgeschlossen wurde um nur weniges zu nennen. Wie groß wäre die gesamte Fanpopulation. Wie werden die gewertet die nicht abgestimmt haben? Gar nicht- erfahrungsgemäß bekommen diejenigen, die so etwas organisieren einen großen Prozentsatz ihrer Unterstützer zur Stimmabgabe. Oder als Gegenstimmen? Dann wären die meisten dagegen- vermutlich auch nicht realistisch. Repräsentativitat und Auswertung von Statistiken ist ein schwieriges Feld.
Alles klar. Danke fürs Gespräch.
@ Bremer Brücke1899
Ich seh schon, das Wort repräsentativ war dann wohl etwas zu viel. Und mein Beispiel hast du auch nicht durchdrungen. Dann lassen wir es dabei.
Und noch eine Frage Keeper,
sind für dich 186.000 Stimmabgaben nicht repräsentativ? Nur weil du den "Zeitpunkt" doof findest?
@ robogod
Ne, das trifft nicht auf ‚quasi’ jeden Gegner zu. Ich sprach davon, Punkte einzufahren, um in der ewigen Tabelle der 2. Liga den derzeit 10. Platz zu festigen bzw. aus Sicht des VfL’s Punkte gegenüber vor uns liegenden Teams wieder aufzuholen. In der aktuellen Saison wäre dies in jeweils direkten Duellen mit Fürth (1.), St. Pauli (3.), Hannover (5.), Karlsruhe (8.) und Darmstadt (9.) möglich.
Also mit anderen Worten Keeper, du akzeptierst nur Umfragen, die in einem, für dich passenden, Zeitraum stattfinden, die selektierte Personen befragt und keine freie Zugänglichkeit besitzt.
Danke, keine weiteren Fragen. :D
PS: Welchen Zeitpunkt hättest du eigentlich gewählt, wenn nicht den, nach der erstmaligen Einführung von Montagsspielen in Liga 1+2?
Mein Eindruck ist eher, dass du gar kein Interesse an einer kontroversen und konstruktiven Diskussion hast, sondern viel mehr alle anders lautenden Argumente mundtot zu machen versuchst um deine vollkommen tendenziöse Meinung als alleinige Wahrheit dastehen zu lassen.
Drehen wir den Spieß doch mal um. Bislang forderst du ja ausschließlich von anderen, Ihren Standpunkt mit "Fakten" zu belegen. Mach du doch bitte auch mal.
Zeig doch mal eine Quelle, aus der hervorgeht, dass die Mehrheit eben DOCH unter der Woche ins Stadion gehen will.
@BremerBrücke
Oh, das habe ich. Ich halte aber im allgemeinen sehr viel von repräsentativen Umfragen. Da finde ich leider nicht viel. Die Intention hinter dieser Umfrage lässt sich anhand des Startzeitpunkts ganz gut erkennen. Und Teilnehmer einer für jeden zugänglichen Umfrage als "Befragte" zu bezeichnen ist auch ziemlich elegant.
Hast du gewusst, dass 74% aller SPD Anhänger für die Einführung der sogenannten Grundrente sind, aber sich gleichzeitig 58% der FDP Anhänger dagegen aussprechen?
"6. Wer entscheidet eigentlich, was das Interesse der Fans oder der meisten Fans ist? Mir ko...."
Siehe doch nur mal meine Links ein wenig weiter unten..
Es gibt doch dutzende Beispiele für die Meinungen der Fans. Es werden auch dutzende Gespräche mit Fanvertretern und DFL-/DFB-Funktionären geführt.
Alles in allem ist also durchaus Bewegung, Kommunikation und vor allem auch Konstruktivismus vorhanden. Ein reinen "Dagegensein" finden in meinen Augen nicht statt.
Link: https://www.dfl.de/de/fans/ag-fankulturen/
Nur als ein Beispiel.
Da ja der kommende Gegner, das geschehen in der Liga, unser Team, Erkenntnisse aus Testspielen und Neuzugänge hier zunehmend nur noch Nebenthemen sind, die auch mal angesprochen werden, dafür aber eigentliche Nebenschauplätze epische Ausmaße haben auch von mir ein paar zusätzliche Gedanken zum Agieren der VC.
1. Der Begriff Stimmungsboykott ist irreführend, weil es nicht darum geht Stimmung zu boykottieren- das geht genauso wenig wie ein Dunkelheitsboykott oder ähnliches. Es geht darum die Stimmung durch das Unterlassen des Support in eine Beerdigungsstimmung zu verändern, die dann, so die Hoffnung, diejenigen nervös machen soll und dadurch zum Einlenken bewegen soll, die für die Zerstückelung des Spielplans hauptverantwortlich gemacht werden- die Medienpartner von DFL und DFB.
2. Tatsächlich handelt es sich um die Verweigerung der üblichen Unterstützung an das eigene Team. Das ist meist das Heimteam. Wenn die Gästekurve oder Fans unterlegener Vereine nicht supporten oder gar nicht erst erscheinen, ist das in der Regel ja auch kein Boykott. In unserem Fall ist das in besonderer Weise eine negative Konsequenz= Bestrafung für unsere Mannschaft (wofür eigentlich, ich versteh es so, dass diese Kolateralschäden einfach in Kauf genommen werden)
3. Blöderweise haben eben jene Medienpartner wesentlichen Einfluß auf die Gestaltung des Spielplanes. Sie bezahlen Jahr für Jahr horrende Lizenzgebühren, aus denen sich die Vereine zu einem guten Teil finanzieren und möchten im Gegenzug das gekaufte Produkt auch gut an den Mann/die Frau bringen können. Das ist ja durchaus legitim, bedeutet aber, dass parallell laufende Spiele weniger gefüllte Sendezeit und Verkaufschancen von Sky&Co-Abos bedeuten würden. Dummerweise erhöhen explodierende Transferforderungen und Spielergehälter und Lizenzauflagen den Finanzaufwand der Vereine/Fußballfirmen, die ja sowieso im Profibereich mit Ausnahme weniger Topclubs zum Großteil Probleme haben, kostendeckend und erfolgreich zu arbeiten. Gegenüber den Mehreinnahmen durch die Zersplitterung des Spielplans mit Abendspielen während der Woche durch Sponsoringeinnahmen (auch die Werbepartner der Vereine haben die erhöhte Medienpräsenz in Ihre Sponsoren und Werbegelder eingepreist) fallen wenige hundert Gästefans, die zu bestimmten Terminen nicht anreisen, nicht wirklich ins Gewicht (Es soll übrigens auch Fans geben die im Einzelhandel oder anderen Bereichen mit Wochenendarbeit arbeiten und die an den Wochenendtermine Schwierigkeiten haben ins Stadion zu gehen- ist bei mit z.B. seit Jahren so.
3. Trotzdem hat die DFL beschlossen, die Montagsspiele einzustellen- ein schöner Erfolg für die Fanszene.
4. Wenn jetzt trotzdem "boykottiert" wird- was ist das Ziel davon. Das die DFL eine eidliche Versicherung gibt? Das das schneller umgesetzt wird? Wozu werden diese recht drastischen Methoden angewandt (innerhalb der begrenzten Möglichkeiten der Fans)?
5. Da ja nicht davon auszugehen ist, dass die Kosten für professionellen Spitzenfußball (zu dem gehören übrigens auch Strafzahlungen der Vereine, die gerne als Peanuts deklariert werden, aber natürlich auch und zusätzlich gegenfinanziert werden müssen) absehbar sinken und international ja ein noch ganz anderer Wahnsinn abgeht, gleichzeitig aber verhindert werden soll, das Sponsoren und Werbe-/Medienpartner Einfluß nehmen können: Gibt es ein Alternativkonzept zur Finanzierung? Oder wäre das Alternativkonzept einfach auf diese Art von Wettbewerben zu verzichten und die Rückkehr zum sponsorenfreien Amateurfußball, ähnlich der Zeit der Bundesligagründung. Wie kann Kommerzialisierung verhindert werden und gleichzeitig der Fußball attraktiv und leistungsfähig bleiben? Wenn wir konsequent in eine andere Richtung gehen wollen, würde das bedeuten, dass wir uns nicht mer über ein schlechtes internationales Abschneiden der Nationalmannschaft und der Vereine aufregen sondern uns bescheiden und im Scheitern in Qualifikation oder Vorrunde den Normalfall sehen können und das auch akzeptieren.
6. Wer entscheidet eigentlich, was das Interesse der Fans oder der meisten Fans ist? Mir kommt das oft so vor, als wenn einige Gruppen sich als Avantgarde der Fans verstehen würden und für sich in Anspruch nehmen, im Besitz der letztendlichen Wahrheit des echten wahren und richtigen Fantums zu sein. Dass die Fans mit den Füßen andere Abstimmungsergebnisse produzieren und das in Fandiskussionen nicht selten starke Strömungen in eine andere Richtung deuten, wie diese Avandgarde wird bestenfalls ignoriert oder so erklärt, dass der einfache, gemeine Fan nicht den nötigen Durchblick habe, sprich zu blöd ist. So etwas kennt man ja auch in anderen Zusammenhängen. Für mich ist eine solche Haltung anmaßend und undemokratisch aber verständlich, wenn man das eigene gute Gefühl pflegen und sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr selbst in Frage stellen kann oder will. Es ist aber auch ein Grund, warum einige Fans hier sehr genau auf das Agieren der Ultras und der VC schauen und empfindlich auf solche Ankündigungen wie jetzt oder Pyroaktionen etc. (nein, bitte nicht zu einer weiteren Pyrodiskussion zum Anlass nehmen) reagieren.
Mir mißfällt da auch so einiges an Entwicklungen, dagegen sein ist aber immer recht einfach ohne Alternativen aufzuzeigen die auch tragen können.
Nur ein paar Gedanken dazu. Da ich mal wieder nicht dabei sein kann, freue ich mich, jetzt nicht in der Haut der Fans vor Ort zu sein, die sich entscheiden müssen, daran teilzunehmen (fände ich eine schlechte Entscheidung), den Boykott zu ignorieren oder ihn zum Anlass zu nehmen besonders Gas zu geben (fand ich am coolsten).
quasi? ;-)
@Dittsche: Trifft das nicht auf quasi jedes Zweitligaspiel gegen quasi jeden Gegner zu?
@Keeper36
Einfach mal selber ein ganz klein wenig Recherche betreiben:
https://www.kicker.de/718247/artikel
"Mehr als neun von zehn Fußballfans lehnen die Montagsspiele der Bundesliga ab. Das geht aus einer Umfrage des Vereins FC PlayFair! mit dem kicker und dem Deutschen Institut für Sportmarketing hervor, an der sich 186.254 Fans beteiligt haben. Demnach sagen 91,4 Prozent der Befragten Nein zum Montag. " - Link: https://www.zeit.de/sport/2018-02/fussball-bundesliga-montagsspiele-fans-umfrage
Ich hoffe, das reicht dir fürs erste aus? Ansonsten hilft dir google wirklich gut weiter.