Neo18
796208 | MI 01.05.2019 - 17:16 Uhr
Na ja, der Erfolg eines Vereins ist zwar zum großen Teil vom Trainer abhängig, aber eben auch von den Spielern, Spielpositionen und Einstellungen.
Zu den Spielern: Groß identifizierte sich zwar zu 100 Prozent mit dem VfL, aber seine Körpersprache war im Spiel eher suboptimal, hängende Schultern, er wirkte zum Schluss hin sehr frustriert, hatte mehr mit sich zu tun und war nicht in der Lage die Mitspieler aufzubauen. Über Arslan wurde zur Genüge geschrieben, Appiah hielt sich irgendwann nicht mehr an Traineranweisungen, rannte blindlings immer mal wieder nach vorne und versuchte auf eigene Faust zu glänzen. Die riesige Anzahl von Stellungsfehlern und daraus resultierenden Kopfballgegentreffern war katastrophal, worunter auch sein Nebenmann Adam Susac gelitten hat und nicht mehr alles ausbügeln konnte.
Dass Reimerink zwar offensiv immer mal wieder Lichtblicke hatte, war leider nicht genug. Erinnern wir uns an sein plötzliches Stehenbleiben bei einer Offensivaktion und dem daraus entstandenen Konter, als Joe kopfschüttelnd aufsprang und wenig später Reimerink aus dem Spiel nahm. Auf gut deutsch, seine Defensivleistung war sehr mies; leider bestätigt sich sein Manko zurzeit bei den Sportfreunden.
Zur Spielposition und Taktik: Ähnlich wie die Sportfreunde aktuell, hatten wir viele taktische Mankos, da uns für eine erfolgsversprechende Flexibilität die Spieler fehlten. Den offensiven 10er gab‘s nicht, da musste schon Klaas herhalten, um diese Lücke zu füllen, Arslan wäre vielleicht besser im Sturm aufgehoben gewesen, Ajdinis aka Renneckes Potenzial über die Außen wurde nicht erkannt, Marc Wachs war gewillt, aber dann doch taktisch limitiert. Zusammengefasst: Es gab viele Lücken auf dem Platz, viele Mängel auf einzelnen Positionen und leider durchweg null positive Kontinuität.
Einstellungen: Es gab zu viele Indianer, aber keine Häuptlinge. Und diejenigen, die helfen wollten wie Danneberg, konnten es allein auf dem Feld nicht wuppen. Heider war ein positives Beispiel an Einstellung, aber durch seine Verletzung gehandicapt.
Verantwortlich für die Verpflichtung dieser Spieler waren sicherlich Lothar Gans und Joe Enochs, Daniel Thioune hat es ebenfalls nicht geschafft, aus dieser Ansammlung von Spielern etwas auf Dauer Positives zu entwickeln und die notwendigen Konsequenzen gezogen und zum Glück auch ziehen dürfen. Zudem hatte Enochs sicherlich auch Pech, dass Schmedes noch nicht im Verein war, es fehlte zu dem Zeitpunkt der objektive Blick von außen.
Fazit: Es hat einfach in dieser Konstellation nicht gepasst. Die Absichten waren bestimmt die besten, aber mit Joe wären wir unter den derzeitigen Voraussetzungen abgestiegen. Manchmal passt es einfach nicht, dafür woanders umso besser.