@Nurich
Objektivität gibt es wohl bei den Harcore Fans egal in welchem Jahrzehnt wir uns bewegen nicht . Ich habe es z.b. früher viel angenehmer empfunden , natürlich gingen zb die rassistischen Äusserungen gar nicht . Aber ein paar Idioten gibt u gab es immer , mann kann wie viele Sachen mit 30 Jahren dazwischen diese nicht vergleichen. Aber ich finde dass sich die Fans früher selber nicht so wichtig genommen haben , man hat doch ganz oft das Gefühl nicht nur beim VfL das es doch sehr und Selbstinszenierung geht. Kein Bashing, nur so wie es für mich rüberkommt. Da muss man die Osnabrücker aber auch noch loben guck dir die Idioten von Dortmund an am Wochenende , oder wenn die Ultras gegen Transfairs demonstrieren Stimmung machen ( zb. Bayern Ultras vor den Transfair Neuers zu Bayern nur ein von vielen in der Richtung ) Kölner die rechte Demos organisieren , Ultragruppen die direkten einfluss aufs Präsidium nehmen et cetera .Dann die Protestaktionen auf Strafen vom Verein oder DfB auf nich Einhaltung von Verboten ( egal wie dum manche Regeln sind sind so sind sie halt wir können in der Öffentlichkeit auch nicht machen was wir wollen und müssen uns an die Gesetze und Regeln halten) ist mir einfach zu viel ausserhalb des Fussball heut zu Tage.
Es gab mal Zeiten, da hätte mich so eine Entscheidung gefreut..
Und die Euro 2024 geht an....
Deutschland!
@NurIch
Dankeschön, gebe das Lob auch gerne zurück :-)
Deine Schilderung in 783276 ist sehr gut (oder sollte man besser sagen: erschreckend gut?) gelungen und nennt genau die Gründe, warum ich in den in jener Zeit dem VfL weitestgehend ferngeblieben bin.
Und vorsorglich für alle Ultra-Gegner: Auch ein konsequentes Eintreten gegen rechte Hetzer und Idioten darf keine pauschale Rechtfertigung für eine "alles-muss-nach-unser-Pfeife-tanzen-"Ideologie und schon gar nicht für grob vulgäres, vereinsschädigendes sowie gesetzwidriges Verhalten sein. Aber ich bin mir sehr sicher, dass die Stimmung im Stadion ohne Ultras zumindest nicht besser wäre, die Probleme mit rechtem Pöbel und Gewalt aber ganz sicher größer. Von daher sollten Ultra-Gegner zur Kenntnis nehmen, dass die Ultras zumindest das kleinere Übel darstellen als andere Gruppen, die mit großer Wahrscheinlichkeit die Vorherrschaft in den Kurven übernehmen würden. Gerade in der heutigen Zeit hätte ich vor solchen Zuständen richtig Angst, auch in Westdeutschland, auch in Osnabrück. Und der Vollständigkeit halber: Pyro gab es bereits vor den Ultras, und auch jetzt gelegentlich noch von Nicht-Ultras. In Vor-Ultra-Zeiten wurde das lediglich nicht zum Problem stilisiert, sondern mehr oder weniger geduldet.
Die Protestaktion ab der 78. Minute letzte Saison wurde übrigens von kritischen/frustrierten Fans umgesetzt, die nur zu einem Teil Ultras waren. Die Diskussion dazu hatten wir ja schon hinlänglich - und klargestellt, dass es da u.a. keine "Hurensohn"-Sprechchöre gab, sondern lediglich deutliche Kritik am GF und weiteren Verantwortlichen. Was da als "Hass" eingestuft wird, weiß ich nicht. Was auch mir entgegenschlug, nur weil ich vorzeitig zum Ausgang strebte, war dagegen verschiedentlich blanker Hass und teilweise dermaßen übel, dass ich für vergleichbare Vorfälle z.B. im Straßenverkehr unter Garantie Strafanzeige gestellt hätte.
War selber damals nicht vor Ort aber Pöbeleien,Hass und Beleidigungen sind natürlich nicht in Ordnung.
Aber genauso ist dies von den Ultras in Richtung JW oder DFB nicht in Ordnung. Beleidigungen werden halt einfach größtenteils von eher schlichten Menschen geäußert, die auch keine Lust auf eine vernünftige Diskussion haben.
Das was damals passiert ist, hat mich schockiert und beschäftigt mich bis heute. Nichtteilnahme am Protest, deutliche Kritik am Protest und trotzige Gesänge der Protestgegner - alles o.k. - aber diese Pöbeleien und dieser Hass gegen diejenigen, die friedlich aus dem Stadion gezogen sind? Unfassbar!
Die VFL-Gemeinde war wohl nie eine, wie sie in meinen Vorstellungen vorhanden war.
Ganz, ganz übles Demokratieverständnis.
@NurIch:
Ich war nicht dabei und kann es nicht wirklich beurteilen. Allerdings möchte ich zum Thema "Hass entgegenschlagen" mal an das Video erinnern das an dem Tag des "friedlichen Protestes in der 78. das Stadion verlassen" aus dem VIP-Bereich gedreht wurde. Da waren etliche dabei die derart vor Hass gesprüht haben ... ohne Worte
@ Allwetterfan
Du schreibst mir wieder mal wie so oft auch mit deinen letzten Beiträgen aus der Seele.
Das was uns ca. 500 am letzten Spieltag der letzten Saison in der 78. Minute entgegenschlug, war einfach nur Hass. Es waren die Ultras, die dazu mahnten, sich nicht provozieren zu lassen und nicht zurück zu pöbeln. Woran sich dann auch alle hielten.
Die Zeit vor den Ultras möchte ich nicht zurückhaben: rassistische Gesänge, Affenlaute und "Asylanten"-Rufe, laut vernehmbares "Heil" nach den "Sieg"-Rufen etc.
Und was den ach so tollen Support früher angeht: bei Rückstand meistens nur 1-2 Gesänge nach dem Gegentor, dann Totenstille. Dann z.B. gellendes Pfeifkonzert nach einer 2:1-Halbzeitführung gegen Oberhausen, weil die letzten 15 Minuten abgeflacht waren. Und weitere viele Beispiele.
@Ultras/DFB
Inhaltlich sitmme ich @gerrit meinke und @streifenpollover voll und ganz zu.
Ich finde aber die 20 Minuten-Aktion der Ultras auch gut, da sie zu Diskussionen anregt, auch bei Fans die sich bisher nicht so kritisch mit dem DFB und den Kommerzspektakel Fussball auseinander gesetzt haben.
@Lorko 1983 - stimme ich in vielen Dingen inhaltlich zu, auch wenn seine Wortwahl machmal polarisiert....
@allwetterfan - vermutlich freuen sich doch fast alle im TP über den Sieg und die Tabellensituation - das eint uns doch hier, bei all den anderen Meinungsverschiedenheitenen die es zu diskutieren gilt....
So ein respektloser und unsachlicher Troll wie Lorko hat es im Grunde nicht im Ansatz verdient in eine Diskussion einbezogen zu werden. Keine Ahnung von tuten und Blasen aber auf sein "Recht auf support" bestehen. Kenne noch eine Gruppe Menschen die einen solchen Reflex an den Tag legt.
Die Dummen sterben halt nie aus.
Zur Hymne:
Ich finde, die gehört nicht unterbrochen - egal für wie kurz. Man merkt jedes mal, dass es danach leiser wird und die Schals runtergehen. Das Nervt. Einfach mal die Klappe halten und das Mikro Mirko sein lassen.
Was übrigens gestern auch noch gut war, war der Ablauf der Hymne. So hat das gepasst. Nur bei den Einlaufkindern ist noch Luft nach oben ;)
@gallileo
Sorry, habe ich wirklich überlesen. Meine klare Meinung dazu: Ein möglichst gut gefüllter und lauter Gästeblock ist mir im Zweifel wichtiger, denn Fußball lebt vom Wettbewerb. Und den dehne ich ausdrücklich auf den "12. Mann" aus - solange es ein gewaltfreier, sportlich fairer, aber eben auch lautstarker und farbenfroher Wettbewerb bleibt.
Ds Phänomen, dass Abendspiele unter der Woche besser besucht sind als Samstagsspiele, ist für Osnabrück wohl kaum zu bestreiten, aber -ohne das jetzt repräsentativ getestet und statistisch abgesichert zu haben- nach meiner Wahrnehmung ein ziemlich exklusiv Osnabrücker Phänomen, oder gibt es tatsächlich hinreichend Beispiele für das Gegenteil? Was Schlucki hier gestern in konkreten Zahlen für die 1. Liga gepostet hat, taugt jedenfalls eher zur Unterstützung meiner These.
@Lorko
Dann lass Du mal Argumente hören, die über "Dummheit" und "Durchfall" hinausgehen. Ich warte z.B. noch auf eine Begründung, wer Dich gestern an der Anfeuerung gehindert hat. Oder war es nicht doch eher so, dass Dir die Ultras als 'nützliche Idioten' fehlten, um den gewünschten Geräsuchpegel sicherzustellen? ;-)
Selber, selber, lachen alle Kälber.
Spiegel, Doppelspiegel, Mauer.
Großartig, wie hier "argumentiert" wird.
@allwetterfan
Du hattest meine Frage wohl überlesen.
Findest du es gerechter, wenn an einem Samstag 300 Allesfahrer/Highlight-Fahrer aus Köln mehr dagewesen wären, aber dafür 500 bis 1000 Osnabrücker das Spiel nicht im Stadion hätten sehen können?
Zu der Thematik DFB:
Die Nationalmannschaft ist die einzige große Geldquelle für den Verband. Wenn man den DFB hart treffen will, dann geht das nur über "Die Mannschaft".
Spielansetzungen der ersten beiden Ligen werden durch die DFL gemacht. Da können sich die Fans und Mitglieder auch bei ihren eigenen Vereinen/Kapitalgesellschaften bedanken, dass diese nicht geschlossen dagegen vorgehen. Sowas sickert dann bis nach unten durch, sodass die 3. und 4. Liga darauf reagieren müssen damit die wirtschaftliche Schere nicht ins Unermessliche steigt.
Man könnte hier in der Runde ja mal fragen, wer dafür wäre, dass der VfL auf die zusätzlichen 400k Euro der Telekom verzichten sollte, um den VfL nur am Wochenende live und im Stadion spielen zu sehen?
Im Übrigen mal wieder bezeichnend, dass die Diskussion über 20 Minuten überwiegend wirksamen Stimmungsboykott wieder in Grundsatzdiskussionen über bzw. reine Hasstiraden auf die Ultra-Kultur als Ganzes ausufert. Ich weiß das jedenfalls zu trennen und gehöre zu der hier glücklicherweise auch vernehmbaren Fraktion, die 50, 70 oder 80 % der Ultra-Kultur positiv sieht, für den Rest ihrer Aktionen/Eskapaden aber sich auch nicht mit Kritik zurückhält.
Aber warum sind wir nicht in der Lage, uns unabhängig von den Prognosen für die weitere Saison einfach mal über einen knappen und etwas glücklichen, aber nicht unverdienten Heimsieg bei über 75 Minuten lang guter bis teilweise sehr guter Flutlichtstimmung sowie die Tabellenführung zu freuen? Warum brauchen so viele Leute gleich wieder Feindbilder, obwohl es noch nicht einmal um eine Niederlage ging, die man dann wieder irgendwie mit dem Boykott in Zusammenhang gebracht hätte?
Haben die 20 Minuten der Mannschaftsleistung geschadet? Nein, zumindest im Ergebnis nicht. Haben die 20 Minuten anderen Fans den Abend versaut, oder kommt jemand deshalb nicht wieder? Wohl kaum nach den 75 Minuten, die folgten. Für mich war es ein rundum gelungener Abend. Einziges Manko: Nur gut 8.000 Zuschauer, darunter auch viel zu wenige Gästefans. Wo wir doch wieder beim Ausgangspunkt wären, nämlich den Gründen für den Boykott....
naja, wie wenig bohne stadionplakate interessieren zeigt ja gerade der fall hopp wieder ganz gut
auch wenn es - ohne jetzt einen fußballer gleichen namens beleidigen zu wollen - natürlich strunzdoof ist, diese gleich so wichtig zu nehmen.
fanatismus ist nie klug, egal für wen.
@Lorko1983
"Ich bleibe dabei und ich pfeiffe komplett auf den hier geposteten Gehirndurchfall der "Ultra-Befürworter".
Die Mannschaftsaufstellung wurde nur zaghaft mitbegleitet, die Vereinshymne nur sehr leise mitgesungen. Das hat nichts mit Boykott der ersten 20 Spielminuten zu tun. Das hat einfach mit Dummheit zu tun.
Ich lasse mir auch zukünftig nicht von irgendwelchen Fanszenen (auch wenn es eine bundesweite Aktion ist) verbieten, wann ich meine Mannschaft anfeuere und wann nicht."
Sorry, aber mit dem Wort "Gehirndurchfall" wäre ich mal ganz zurückhaltend, wenn Du hier so einen Bullshit von Dir gibst! Wer hat Dir denn z.B. verboten, wann Du Deine Mannschaft anfeuerst? Und wie hat er das Verbot durchgesetzt? U.a. von der Nord wurde doch, kurzzeitig und nicht ohrenbetäubend, aber doch deutlich wahrnehmbar, in den ersten 20 Minuten angefeuert. Auch aus Randbereichen der Ost war etwas zu vernehmen - offensichtlich wurde also niemand eingeschüchtert oder gar bedroht. Beim Verlassen des Stadions in der 78. Minute Ende letzter Saison war dies übrigens gründlich anders. So viel zum Thema Meinungsfreiheit und die bösen Ultras, die nichts anderes zulassen als ihre Ideologie. Beleidigt und bedroht wurde ich da von ganz anderen Zeitgenossen...
Deinen Satz mit der Dummheit würde ich dann auch mal als klassisches Eigentor werten.
Das Schlimmste ist aber, dass hier einige Leute Lorko noch zustimmen, teils sogar ausdrücklich "in allen Punkten".
@Ultras/DFB
Sehe ich auch so dass der DFB sich Null über die 20 Min Stille dises nur ansatzweise zu Kentniss nehmen , das wird den egal sein. Sollange für Telekom sport, Dazn und Sky genug Leute zahlen u nicht ins Stadion gehen. Und der DFB sein Geld bekommt. Damit die etwas merken müssten Spiele komplett boykottiert werden und weniger Abos verkauft werden , was in unserer in- konsequenten Gesellschaft nicht der Fall sein wird.
Und zu den Ultras, früher wurde Stimmung gemacht ohne sich selber so wichtig zu nehmen dieses ist leider vorbei. Ultras entscheiden über Feindbilder , teilweise sehr niveaulos zu Tage getragen mit Plakaten . Sie geben vor wer ein richtiger Fan ist bzw wie dieser sich darstellen/verhalten muss. Und sind im Kollektiv beleidigt wenn andere ihr Handel nicht gutheißen. Es wird sich mehr darauf konzentriert den den Gegner , DFB und Andere zu beleidigen als die Mannschaft anzufeuern. sie selber versuchen genauso Politik zu machen wie die die sie als Gegner sehen was sie nicht besser macht
@Lorko:
Grundsätzlich verbieten einem die Ultras ja auch nicht, bei solchen Aktionen nicht zu singen. Sie rufen lediglich dazu auf, die Gründe sind bekannt. Man kann an sich niemanden zum Schweigen (oder zum Singen) zwingen – wobei um mich gestern dann doch einige Pöbeleien formuliert wurden, als die Sitzplätze kurz etwas anstimmten. Ich wette, wenn ich in der Ostkurve etwas hätte anstimmen wollen, dann wäre es sogar zu Auseinandersetzungen gekommen, weil einige dann wohl doch nicht verstanden haben, dass es nur ein Boykottaufruff und kein Verbot gewesen ist, dem man sich in der Ostkurver auch zwangsweise hätte anschließen MÜSSEN. Für viele ist das, was die Ultras sagen, Gesetz, das ist einfach falsch.
Dass der Wechselgesang nicht geklappt hat, lag übrigens an den Kölnern, nicht an den Osnabrückern.
Die Gesänge gegen den DFB singe ich zwar nicht mit, finde sie im Kern allerdings berechtigt. Anders sehe ich das bei den Gesängen, die sich z.B. gegen Stadionverbote richten. Die werden von unzähligen Leuten mitgesungen, die keinen einzigen Stadionverbotler kennen, dementsprechend auch keine Hintergründe kennen, aber halt einfach mal mitsingen, weil "Hurr, durr, Stadionverbote sind immer ungerechtfertigt und Willkür!"
Da gab es während der Busfahrt nach Zwickau auch eine sehr lustige Sitution, als die hinteren Reihen dementsprechende Gesänge angestimmt haben und dann von einem bekannten Auswärtsfahrer einfach mal gefragt wurden, ob die denn überhaupt auch nur einen einzigen aktuellen Stadionverbotler überhaupt kennen. Da war dann ziemlich schnell Ruhe im Bus. Ähnlich verhält es sich mit der Meinung gegenüber der Polizei. Wie viele der Ultras über die Polizei denken, ist ja bekannt. Dieser Meinung passen sich unzählige Ostkurvengänger einfach an – ohne aber jemals in irgendeiner Art und Weise ein Problem mit der Polizei gehabt zu haben. Auch das merkt man bei Auswärtsfahrten immer gut, wenn man dann vor oder nach dem Spiel eine Eskorte bekommt, was bei vielen einfach nur als "unnötige Schikane von den Bullen" angesehen wird. In Halle wäre ich jedenfalls sehr froh gewesen, wenn man uns auf dem Rückweg so schikaniert hätte.
Stimme Lorko auch zu Teilen zu, jedoch sollte man die Ultras nicht komplett verfluchen, da sie sich für viele Interessen einsetzen, die für alle Fußballfans wichtig sind. Wenn sich keiner mehr für die Interessen der Fans einsetzt, würde sich der Fußball noch weiter von den Fans entfernen und da können wir uns glücklich schätzen, dass sich jemand für unsere unsere Interessen einsetzt.
Jedoch ist dieses JW-Bashing und auch immer dieses scheiße DFB einfach nur nervig und nicht zielführend. Hätte diese Gruppe nicht so viel Selbstinszenierung im Sinn sondern wirklich nur die Interessen der Fans wäre es ein absoluter Traum aber das wird wohl leider so schnell nicht passieren.
Bin bei Streifenpulli,was Pfeiffer zeigt macht Tigges mit links.Er scheint nicht fit zu sein.Er spielt gefühltes Seniorentempo,so das er beim Lingener Hallentunier erste Wahl wäre.
Zu Agu,die Ansätze waren super.Bin gespannt wie das in der Glasstadt aussieht.
Ich hoffe das Klaas bald der alte ist.Das Zwergenmidfield sollte die Liga rocken.
Stimme Lorko ebenfalls zu
Es interessiert den DFB nicht die geringste Bohne ob in der Ost 20 min keine Stimmung ist oder was auf den Plakaten steht. Die bekommen das nicht nicht mal mit, aber anscheinend denken die Ultas in der Ost das sie der Nabel der Welt sind und wenn die keine Stimmung machen das sich was ändert und der DFB natürlich......
KEINE STIMMUNG = KEIN ANFEUERN DES TEAMS
"...Es gab Fußball mit toller Stimmung im Stadion vor und es wird ihn nach Ihnen geben..."
Danke!!
Übrigens war die Stimmung in den Stadien vor dem Aufkommen der Ultras m.E. sogar besser. Das liegt aber ausdrücklich (!) NICHT an den Ultras. Sondern daran, dass der kommerzialisierte Fussball eben auch zivilisiert wurde, dass heute in den Kurven breitere Schichten der Bevölkerung stehen und dass die Kapazitäten entzerrt wurden. Würde man den heutigen Betzenberg so vollstopfen wie in den 1980ern, gingen da heute 90.000 Leute rein, mit dem entsprechenden Schalldruck...
Lorko hat in allen Punkten meine volle Zustimmung...
Du zeigst hier allen Lesern sehr gut, was Dummheit bedeutet :)
Ich bleibe dabei und ich pfeiffe komplett auf den hier geposteten Gehirndurchfall der "Ultra-Befürworter".
Die Mannschaftsaufstellung wurde nur zaghaft mitbegleitet, die Vereinshymne nur sehr leise mitgesungen. Das hat nichts mit Boykott der ersten 20 Spielminuten zu tun. Das hat einfach mit Dummheit zu tun.
Ich lasse mir auch zukünftig nicht von irgendwelchen Fanszenen (auch wenn es eine bundesweite Aktion ist) verbieten, wann ich meine Mannschaft anfeuere und wann nicht.
Der grandios gescheiterte Versuch des "Scheiss DFB" Wechselgesanges, war für mich ebenfalls nur peinlich.
UND: Wenn man schon so nimmermüde ist und tatsächlich bei jedem Heimspiel den Geschäftsführer verhöhnen will, dann sollte man die Plakate der OST in anderen Stadionteilen wenigstens lesen können. Eine noch unleserliche Schriftart habt ihr wohl nicht gefunden, was?
So leid es mir auch tut:
So wichtig, wie ihr gerne wärt, seid ihr leider nicht, liebe Ultras.
@ Angstgegner
Ich habe doch damit relativiert, dass ich das überspitzt formuliert habe. Ich bitte dich, das nicht zu ignorieren. Wenn das herabwürdigend ist, was war dann das, was die anderen Bereiche in Massen den friedlichen Protestlern am letzten Spieltag der Saison entgegengeschleudert haben, als sie in der 78. Minute aus dem Stadion zogen?
Aber sieh es doch mal so:
Fortuna kommt samstags mit 300 Leuten mehr. Dafür sind 1000 Osnabrücker weniger im Stadion.
Ist das wirklich gerechter, bloß damit Allesfahrer und Highlight-Besucher auch mal auswärts dabei sein können?
Es wird nie die eine optimale Anstoßzeit geben.
Soso ... keine arrogante Herabwürdigung ...
NurIch:
"Das von vielen Leuten, die sonst während der Saison meistens den Mund nicht aufbekommen. [...] von diesen Zuschauern vielfach alles undifferenziert hingenommen und kritiklos abgesegnet wird, was von offizieller Seite kommt (DFB, Polizei, VF), aber die bösen Fans immer schuld sind. Aber vielleicht gibt es ja öfter auch mal nicht nur schwarz oder weiß, sondern auch mal grau..."
"Ich wollte tatsächlich nicht andere herabwürdigen. [... ABER] ... dennoch interessant, was mir über die Saison meine Frau und mein Sohn von der Süd und ein Kollege von der West berichten."
BremerBrücke1899:
"Wenn sich Süd- oder Nordkurvler nicht genügend unterhalten gefühlt haben, dann ist es eben so."
@Allwetterfan:
"Aber jeder, der Ohren am Kopf hat, sollte den Unterschied von den ersten 20 Minuten und dem was dann folgte sehr deutlich bemerkt haben. Die Versuche u.a. von der Nord während des Boykotts Stimmung zu erzeugen waren gut gemeint und sind überall im Stadion angekommen, waren aber vergleichsweise kurz und leise. Das ist keine Arroganz, das sind erst einmal Fakten."
Sorry aber das ist doch der Punkt. Man kann doch nicht den Stadionbereich, der nach guter alter Sitte (übrigens viel älter als die Ultra-Bewegung) die Stimmung im Stadion anheizt, mit den anderen Zuschauern vergleichen !!!
Auf der einen Seite stehen Leute "dicht an dicht" die bestens organisiert, durch selbst erdachtes vielfach bei anderen Clubs abgeschautes Liedgut vereint und durch einen "Capo" mit Megafon angeheizt und koordiniert sind. Auf der anderen Seite verstreute Gruppen, die es schlicht nicht gewohnt sind Unterstützung anzustimmen. Das ist ja auch gar nicht so einfach - und seien wir ehrlich von den Ultras auch nicht gewünscht.
Aber es ist doch mein gutes Recht, viele Aspekte an der Ultra Bewegung scheiße zu finden (Bengalos, Liedgut, spielverlaufunabhängiger Support, usw usw) und der Meinung zu sein, dass das nicht durch eine laute Unterstützung während der Spiele zu rechtfertigen ist.
Meine Meinung: Wenn die Leute sich nicht zumindest an die aus meiner Sicht vernünftigen Regeln halten wollen, dann sollen sie zuhause bleiben.
Und wenn man dann ernsthaft proben will ob die Stimmung ohne die Ultras besser oder zumindest genauso gut wäre, dann müsste man auch Leuten die Chance geben deren aktuellen Platz (im wörtlichen wie im übertragenen Sinne) einzunehmen.
Das würde sicherlich dauern aber aus meiner Sicht würde es sicher funktionieren. Die Ultras sollen sich nicht so wichtig nehmen. Sie sind nicht DIE Fußballkultur sondern nur eine Episode. Es gab Fußball mit toller Stimmung im Stadion vor und es wird ihn nach Ihnen geben.
Und nur zur Vorbeugung: Nein ich bin nicht total unkritisch gegenüber vieler Veränderungen im Fußball ....
[Edith:] UNd ja ... ich finde zB das soziale Engagement der Ultras auch klasse ...
@galileo
Richtig, aber nur bezogen auf die Heimfans. Wer einigermaßen regelmäßig oder zumindest zu bestimmten Highlights auch auswärts fahren möchte, wird sich über die Abendspiele unter der Woche so richtig ärgern. Es sei denn, er hat extrem flexible Arbeitszeiten oder wendet wesentliche Anteile seines Jahresurlaubes für Auswärtsfahrten auf, die zudem oft erst einige Wochen vorher endgültig terminiert sind, was sich oft nicht mit der rechtzeitigen Urlaubsanmeldung verträgt. Ich persönlich finde Heim-Abendspiele richtig gut, allein schon deshalb, weil man vor dem Biertrinken mehr produktive Zeit am Tag hat ;-) Aber leere Gästeblöcke finde ich dafür richtig sch..sse. Bei einigen Beiträgen zur Spieltags-Diskussion hat man den Eindruck, dass die unkritischen Stimmen von Leuten kommen, die noch nie oder nur sehr selten selbst einen Gästeblock von innen gesehen haben, und den Zusammenhang zwischen leerem Gästeblock an der BB und Terminierung nicht sehen (wollen). Gleichzeitig erzeugt es aber zumindest Bedauern, wenn die eigene Mannschaft in der Ferne nicht ausreichend Unterstützung bekommt. Und wehe, die reiselustigen Fans zündeln dann auch gelegentlich noch....
@allwetterfan
Fakt ist aber auch, dass wir bei Abendspielen mehr Zuschauer haben als an einem Samstag Nachmittag. Soviel zu schlechten Anstoßzeiten. Und Fakt ist auch, daß es immer mal Termine geben wird an denen man verhindert ist. Sowas bleibt nicht aus.
@Alle
Es gibt für alles ein Für und Gegen. Deswegen ist die eigene Meinung aber nicht unbedingt richtiger als die der anderen.
Komisch finde ich ja, dass es wieder die selben sind, die sich aufregen und in Lappalien reinsteigern wie immer.
Weder haben die Teilnehmer des Boykotts angefangen zu pfeifen und pöbeln, noch haben die Ultras sich hinterher irgendwie anders verhalten als sonst. Es wurde recht schnell in der ersten Halbzeit das gesamte Stadion animiert mitzumachen (Steht auf wenn ihr Osnabrücker seid..). Von daher beruhigt euch mal. Wenn sich Süd- oder Nordkurvler nicht genügend unterhalten gefühlt haben, dann ist es eben so. Aber es waren eben auch nur 20 Minuten.
Die Regensburger Mannschaft ist übrigens sogar mit Solishirts beim Warm-machen aufgelaufen. Inhaltlich ungefähr "Den Fußball den wir lieben, gibt es nur mit der Stimme der Fans"
So kann es eben auch gehen.
@ Streifenpullover 783242
Nein "man" kommt nicht zwangsläufig zu diesem derart positiven Bild. Das ist nur meine persönliche Bewertung der Ultras. Darauf bezogen hatte ich auch nicht die gute Pippi Langstrumpf ins Spiel gebracht.
@ Allwertterfan 783249
Vielen Dank für dein Statement an den Angstgegner. Genau so habe ich es nur gemeint, es aber überspitzter formuliert. Ich wollte tatsächlich nicht andere herabwürdigen. Manchmal halt dennoch interessant, was mir über die Saison meine Frau und mein Sohn von der Süd und ein Kollege von der West berichten.
@Streifenpulli
Naja, ich halte beide Argumentationswege für nachvollziehbar: Du sagst, wer solche Spiele gewinnt, steht am Ende ganz oben. Ich habe nach den vielen Tiefschlägen in den Rückrunden der letzten Jahre hier eher die These vertreten: Wer wie gestern auch nach mäßigen Leistungen knapp und etwas glücklich gewinnt und nur wenige Tore herausspielt, hat sein Glück irgendwann verbraucht und orientiert sich schneller wieder nach unten, als er gucken kann.
Jeder, der nicht nur unseren VfL in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt hat, wird wohl anerkennen müssen, dass es für beide Argumentationslinien ausreichend Beispiele gibt. Für die Stimmung auch über das Forum hinaus halte ich es aber für angebracht, nicht ständig nur Argumente in die gewünschte Richtung zu betonen und wenn nötig einzugestehen, dass man falsch lag. So sage ich ganz klar: Mich hat die Niederlage gegen den KSC schwer geschockt und viele üble Erinnerungen hochgebracht. Meine Tipps für Zwickau und gestern waren falsch. Und ich freue mich darüber, dass ich danebenlag. Und wenn wir früher oder später einbrechen sollten, werde ich mich daran sicher nicht rechthaberisch ergötzen. Allenfalls mich in soweit bestätigt fühlen, dass man das Wort "Aufstieg" nicht zu früh in den Mund nehmen sollte. Und deshalb lasse ich es auch. Du siehst das anders, und das ist völlig o.k. so, angesichts Deiner hervorragenden Spielanalysen komme ich aber mit Deiner Euphorie noch nicht so ganz klar.
@Angstgegner
Ich glaube nicht, dass hier irgendwer die Stadionbesucher außerhalb der Ostkurve herabwürdigen wollte. Aber jeder, der Ohren am Kopf hat, sollte den Unterschied von den ersten 20 Minuten und dem was dann folgte sehr deutlich bemerkt haben. Die Versuche u.a. von der Nord während des Boykotts Stimmung zu erzeugen waren gut gemeint und sind überall im Stadion angekommen, waren aber vergleichsweise kurz und leise. Das ist keine Arroganz, das sind erst einmal Fakten. Welche Schlüsse man daraus über bestimmte Fangruppen zieht und wie man sich hier artikuliert, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Das ist aber eher eine Frage des generellen Umgangstones, der umgekehrt auch gegen die Ultras hier mitunter unterirdisch ist.
Zur Brückenatmosphäre gehört unweigerlich der Stimmungsherd in der zentralen Ost, aber es ist nur dann eine echte Brückenatmosphäre, wenn die anderen Tribünenbereiche mitmachen. Das war gestern zumindest zeitweilig der Fall, und das ist toll so. Dieses künstliche Aufbauen von Fronten zwischen Ultras und "Normalos" ist vollkommen kontraproduktiv. Es sollten endlich alle anerkennen, dass es beider "Lager" bedarf. Diese Erkenntnis hat sich allerdings auch bei den Ultras noch nicht vollumfänglich durchgesetzt bzw. wird nicht ständig deutlich.
@Angstgegner & malhalblang: Ihr sprecht mir aus der Seele!
@Angstgegner
Danke, stimme voll zu.
Bei @NurIch machen ich mir sorgen um die Söhne....
@NurIch:
"2. Ja es gab in den ersten 20 Minuten 1-2 mal zaghafte Anfeuerung aus anderen Stadionbereichen. Das von vielen Leuten, die sonst während der Saison meistens den Mund nicht aufbekommen. Das (!) finde ich peinlich. Auch, dass von diesen Zuschauern vielfach alles undifferenziert hingenommen und kritiklos abgesegnet wird, was von offizieller Seite kommt (DFB, Polizei, VF), aber die bösen Fans immer schuld sind. Aber vielleicht gibt es ja öfter auch mal nicht nur schwarz oder weiß, sondern auch mal grau..."
Dieses Statement ist eine absolute Frechheit... !!!
Diese Arroganz gegenüber den "Normalofans" kotzt mich total an. Ich sitze seit Bestehen der Nord auf dieser Tribüne und sie hat genauso wie die West und die Süd viele Bereiche in denen sich Leute zusammenfinden, die sehr wohl regelmäßig zu einer sehr guten Stimmung im Stadion beitragen. Auf eine andere Art als Teile der Ost - ja (und auch der West und der Süd) ... geschuldet einer anderen Altersstruktur und einfach eines anderen Publikums. Ich habe vorher Jahre lang in der Ost gestanden und da gibt es genauso viele Meckerpötte wie auf allen anderen Tribünen auch.
@alle Mahner:
Kann mir mal jemand der Mahner erklären, wen man hier im Forum mahnen muss? Wer hebt hier denn ab und ist der Meinung, dass der VfL die stärkste Truppe in der Liga hat und jetzt durchmarschiert? Habe ich hier nicht in erwähnenswerter Dosis gelesen.
Und das ganze garniert mit Fußball-Weisheiten wie "Wenn wir ein paar Spiele verlieren, dann kann es ganz schnell wieder in die andere Richtung gehen" ... ja klar ...
Dreckiger, etwas glücklicher 1:0-Arbeitssieg gestern unseres VfL. Glückwunsch an DT und Team zum Sieg und zur aktuellen Momentaufnahme. Bärenstark gestern Körber, der wirklich geglänzt hat auf der Linie (bis auf eine Flanke wo er seeeehr viel Glück hatte - aber dieses Glück kommt ja nicht von irgendwo!).
Felix Agu hat sich wirklich super gemacht auf der linken Seite - sehr spritzig, giftig und fix auf den Beinen. Dass er seine Seite mit der Erfahrung gegen so einen ausgebufften Gegner nicht zu 100% dicht macht, finde ich nicht so verwunderlich. Ich gehe übrigens auch damit konform, dass wir dieses Spiel letztes Jahr sehr sicher verloren hätten. Die Fortuna war aber auch wirklich einer der besten Gegner dieses Jahr an der Brücke - die konnten schon alle kicken. Ins besonders der Kegel hat mich auch überzeugt, wie hier schon angemerkt.
Ansonsten fand ich erneut Trapp hinten sehr stark. Da ist uns wirklich ein guter Fang gelungen, wenn er denn die Leistung hält und nicht wie einst Appiah dann abbaut; aber das kann ich mir bei den Charakteren unserer Mannschaft wirklich nicht vorstellen. :)
Jetzt die Punkte vergolden am Sonntag und am Dienstag dann gegen Addy einen extrem wichtigen Schritt machen. Sehr hohe Belastung zur Zeit für die Jungs.. bin gespannt wie DT es mit der viel zitierten "Belastungssteuerung" macht.
eigentlich wollte ich noch ein/zwei Sätze zum Spiel schreiben. Aber war klar, dass hier der Fanboykott schnell die Oberhand gewinnen würde.
Die Zerstückelung der Spieltage geht gar nicht. Aber ich frage mich, ob es nicht intelligentere Proteste gibt, als der eigenen Mannschaft die Unterstützung zu verweigern.
Natürlich wirkt es sich auf die Stimmung aus, wenn bei der Vorstellung die Namen der eigenen Spieler verschwiegen werden. Oder wenn die Hymne nicht mitgesungen wird. Es herrschte in der kompletten ersten Halbzeit eine völlig unkonzentrierte Stimmung im Stadion. Nicht nur unsere Spieler waren zu weit weg, von ihren Gegenspielern; nicht zu 100% konzentriert und fokussiert. Auch auf den Rängen war man halt mit anderen Dingen beschäftigt. Es wurde gelabert und geschwafelt. Und die Ultras hatten auch nach den ersten 20 Minuten primär im Sinn verbal "sch… DFB" und erst sekundär "wir sind die Osnabrücker" zu skandieren. Lustig - oder peinlich, ganz wie man will - dabei der Versuch den Gästeblock in einen Wechselgesang "sch… DFB" einzuladen. Die Fortuna Jungs waren mit ganz was anderem beschäftigt.
Hintergrund der Spielplanzerstückelung ist der Wahnsinn der Kommerzialisierung des Fußballs. Sky, Eurosport, DAZN und wie sie alle heißen möchten am liebsten jeden Tag der Woche rund um die Uhr übertragen. Da muss sich jeder Konsument fragen, ob er da noch mitmachen will; sprich, dafür Geld ausgeben will.
Massenhafte Kündigungen der Fans bei den Sportanbietern hätten vielleicht sogar Auswirkungen … auch auf die Spielplangestaltung. Muss aber jeder selbst entscheiden. Ich mach nicht mehr mit. Lieber mal wieder auf den Sportplatz nebenan.
@NurIch:
Und wenn man das alles "differenziert" betrachtet, dann kommt man also zwangsweise zu einem insgesamt positiven Bild? Ich behaupte für mich, dass ich sowas auch gerne differenziert betrachte, bin aber trotzdem kein großer Fan von (unseren) Ultras. Darf man jedem Fan aber selber zugestehen, was er von der ganzen Sache hält. Und das hat nichts mit Pippi Langstrumpf zu tun.
Außerdem finde ich Punkt 2 deines Beitrags 783224 schon beinahe anmaßend. Woher weißt du, dass die Anfeuerungsrufe von Leuten kamen, die sonst nie das Maul aufmachen, die alles undifferenziert und kritiklos hinnehmen und absegnen und wahrscheinlich sowieso doch nur unseren Ultras eins reinwürgen wollten? Und dann am Ende noch was von "schwarz/weiß" faseln. Das grenzt schon an Populismus.
Ich glaube allerdings nicht, dass ein Boykott des Boykotts sportlich in der ersten 20 Minuten irgendwas bewirkt hätte, die Mannschaft war einfach zu schwach gestern und der Gegner zu stark. Im Prinzip habe ich nichts gegen den Boykott gehabt. 20 Minuten tun uns nicht weh und es war für eine nachvollziehbar gute Sache, weswegen ich auch still war. Wäre es allerdings auch in der Ostkurve zu Anfeuerungsrufen gekommen, wäre ich eingestiegen.
@Nord:
Warum schon wieder dieser Reflex, dass man nach Siegen und dem Erklimmen der Spitzenposition auf dem Teppich bleiben müsse? Die letzte Saison hat einigen wohl nicht gut getan. Die Mannschaft stand nach fünf und nun nach neun Spieltag auf dem ersten Platz, diesmal sogar mit bereits zwei Punkten Vorsprung. Das halte ich für insgesamt schon gerechtfertigt, auch wenn die Leistung gestern streckenweise sehr mau war, aber wer solche Spiele dann doch noch gewinnt, DER WIRD AM ENDE MIT ABSTAND MEISTER.
Wer nach dem neuten Spieltag da ganz oben steht, der darf auch ruhig sagen, dass er auch am Ende ganz oben stehen möchte. Noch mal zum Mitschreiben: Aktuell hat der VfL die beste Ausgangsposition, wenn es darum geht, wer am Ende der Saison unter den ersten Dreien steht. Da ist es jedenfalls deutlich zielführender, wenn man jetzt mal offensiv formuliert, was das für die restlichen 29 Spieltage bedeuten kann, als wenn man sich selber klein macht und nur vom Klassenerhalt spricht, weil die letzte Saison ja soooo schlecht war.
Und dann noch zu diesem typischen Reflex, dass man noch x Spieltage warten müsse: Das ist doch immer die gleiche Leier. Wenn man direkt eine gute Phase hat, dann sagen alle: "Ja, aber wir sollten noch bis Spieltag fünf warten, um eine erste Prognose zu warten." Wenn man nach Spieltag fünf unerwartet gut steht, dann heißt es: "Ich trau dem Braten nicht. Nach dem zehnten Spieltag wissen wir mehr!" Nach dem zehnten Spieltag dann: "Ich denke, wir können in der Winterpause ein klares Fazit ziehen und Ziele neu definieren!" Nach der Winterpause geht es dann immer munter so weiter. Man könnte fast sagen, dass man die Augen vor dem positiven Trend verschließt, weil man Angst hat, dass man irgendwann abrutscht, oder weil man, wenn man die Ziele verhalten formuliert, dann (im schlechtestens Fall) entweder Recht hat, oder (im besten Fall) sich selber positiv überrascht sieht. Beides irgendwie kacke. Deshalb hat mich auch das Interview von FP gestern gefreut. Man merkt ja auch, dass er damit nicht zufrieden ist, sondern ihn der Tabellenplatz nur noch zusätzlich motiviert. So soll es sein.
In den Interviews mit den Spielern ist mittlerweile glaube ich schon zwei oder drei Mal erwähnt worden, dass die Spielvorbereitung von Thioune sehr stark sei. Das gehört nun wirklich nicht zu den Standardfloskeln eines Fußballers, von daher muss da wohl was dran sein. Thioune hat es wohl ziemlich gut drauf, die Gegner zu analysieren und die Mannschaft darauf einzustellen - wohlgemerkt ohne dabei die eigenen Stärken zu vergessen und sich nur noch am Gegner zu orientieren, wie das bei manch einem seiner Kollegen den Anschein macht. Der Spielplan und die Tatsache, dass man den kommenden Gegner alle 14 Tage vor der Haustür beobachten kann, ist da natürlich ein zusätzliches Faustpfand.
Der VfL macht wieder richtig Spaß - und das ist die Hauptsache. Ich bin sehr gespannt darauf zu sehen, wo das noch hinführt. Aktuell ist es nur schwer vorstellbar, dass diese Saison nicht zumindest in der oberen Tabellenhälfte abgeschlossen wird.
@ Allwetterfan
Das mit dem Ultra-Bashing glaube ich auch. Scheint bei vielen ein Reflex zu sein, der eine mögliche differenzierte Betrachtungsweise verhindert. Selbst ich mit 53 Jahren schaffe es, die Ultras differenziert zu sehen: 70-80% positiv (Support, soziales Engagement, konsequenter und gelebter Antirassismus, Choreos) und der Rest negativ (z.B. "Alle Bullen sind Schweine"). Ja und bei Pyro bin ich selbst gepalten: 50:50.
Guter Hinweis darauf, dass die Mannschaftsaufstellung zelebriert wird, wenn die Protagonisten in der Kabine sind.
Zurück zum Sport:
Ich fand gestern Körber und Agu wahnsinnig stark...insgesamt sehe ich eine unfassbare Qualitätssteigerung im Vergleich zum letzten Jahr.
Danke DT und BS!!
Organisierter Support durch die Ultras ist top - das möchte ich hier noch mal deutlich unterstreichen!
Die Stimmung dadurch ist im Stadion eine andere. :-)
Meine Güte, wollen wir jetzt ernsthaft diskutieren, ob es einen Unterschied macht, von der 1.-20. Minute oder eben bis zur 20. Minute (also auch schon bei der Aufstellung) zu schweigen?! Von dem Ritual des Verkündens der Mannschaftsaufstellung bekommen die Akteure in den Kabinen doch ohnehin herzlich wenig mit.
Und ja, die anderen Stadionbereiche haben gestern abend phasenweise erstaunlich gut mitgemacht, das hat 'Octeon' zutreffend beschrieben. Man hat aber in den ersten 20 Minuten genauso deutlich gemerkt, was es heißt, wenn der Kern der Ost schweigt.
@BremerBruecke 1899, @NurIch
Gute Statements! Und die von 'BremerBruecke1899' zitierten Artikel aus überregional (!) relevanten Medien zeigen doch, dass der Protest auch bis hinunter in die Niederungen der 3. Liga wahrgenommen wird. Irgendwie beschleicht mich aber das Gefühl, dass es zumindest einem Teil der harten Protest-Kritiker gar nicht in erster Linie um den Protest selbst geht, sondern vorwiegend um Ultra-Bashing. Dabei gäbe es reichlich andere, bessere Ansatzpunkte zur Ultra-Kritik. Denjenigen, die sich dagegen lediglich in der Intonisierung ihres Workout-Events gestört fühlten lege ich nahe, sich einmal gründlich mit den Anlässen zu solchen Boykotts zu beschäftigen. Dann würden sie nämlich merken, dass wenigstens ein Teil der ritisierten Entwicklungen auch zu ihren Lasten geht. Und wem das immer noch Ultra-Kinderkram erscheint: Wenn Euch die bösen Ultras sowas von egal sind, wie hier immer wieder einmal durchklingt, warum stört Ihr Euch dann überhaupt am Boykott? Ihr hättet ja in den ersten 20 Minuten gestern beweisen können, dass die Stimmung ohne die infantilen Selbstdarsteller hinter dem Tor viel besser ist. Hat aber einmal mehr nicht ganz so gut geklappt, oder?
@ bremerbruecke
Das freut mich extrem für Dich, dass Deine Lebens- und Arbeitswirklichkeit offenbar so komfortabel gestaltet ist, dass es dich nicht interessiert, wann die Spiele stattfinden. Aber viele andere (z.B. auch Kinder und Schüler, Werktätige etc.) haben es eben nicht so bequem wie du, aber das interessiert Dich ja erklärtermaßen nicht.
Alles klar. Dafür ist das Thema für mich auch abgehakt...Boykott können andere gerne machen - ich tue es nicht, weil ich ins Stadion gehe um 3 Punkte fürn VFL zu sehen..ob das montags, mittwochs, samstags oder sonntags ist interessiert mich auch nicht.
Und ob die Spiele parallel im TV laufen? Meinetwegen, dann kann mein Vater der nicht mehr so mobil ist auch noch was sehen.
Edit: Und auch da kann jeder seine eigene Meinung zu haben.