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  Zoodirektor Tierlieb
820650 | MO 13.04.2020 - 21:34 Uhr

Was wurde eigentlich aus dem User "Brain-Work"?


  allwetterfan
820649 | MO 13.04.2020 - 21:27 Uhr

Vorweg: Ich bin wahrlich kein Fan von Verschwörungstheorien - aber allmählich frage ich mich, was eigentlich in Wahrheit los ist:

* Ministerpräsident Weil schwadroniert, den guten alten Handschlag besser "dauerhaft" abzuschaffen (mein Beitrag 820621), d.h. auch wenn der Impfstoff hoffentlich in einigen Monaten da ist (was ja wiederholt in Aussicht gestellt wurde);

* Bundespräsident Steinmeier hat schon vor Wochen geäußert, die Welt nach der Pandemie werde "eine andere sein" als zuvor (während das IFO-Institut kürzlich noch prognostiziert hat, die Rezession 2020 werde 2021 mehr als ausgeglichen, was ja ohne Gastronomie, Tourismus etc. schwerlich möglich sein dürfte);

* wir müssen/sollen vermutlich bald alle mit Schutzmasken rumlaufen, obwohl deren Nutzen sehr umstritten ist;

* und jetzt wird behauptet, am Karsamstag seien die Menschen in Deutschland nur um 20 % weniger unterwegs gewesen als ein Jahr zuvor - trotz Kontakt-, teilweise auch Ausgangsverboten; Abriegelung der Küstenregionen; komplett leerer Autobahnen und nur weniger noch verkehrender, überwiegend leerer Züge. Nachzulesen u.a. hier:
https://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/2035155/interaktive-landkarte-so-sehr-steht-deutschland-still

Ich lasse mich gerne aufklären, wie das alles zusammenpassen soll!


  Per Coy
820648 | MO 13.04.2020 - 21:17 Uhr

@robo

Genau, die Anführungszeichen waren eben genau darauf gemünzt, dass er eben "nur" Tote untersucht. Was aber ist mit den Lebenden? Diejenigen also, die er überhaupt noch nicht zu Gesicht bekommen hat? Es mag ja auch völlig richtig sein, dass du und ich keine Todesangst haben müssen und die habe ich auch nicht. Aber ich ging bisher davon aus, dass auch Menschen mit Krebs, Diabetes, Bluthochdruck oder Lungenerkrankungen ein Recht darauf haben, möglichst lange weiterleben zu dürfen, wenn wir es ermöglichen können. Von anderen Unsicherheiten (siehe links zuvor) ganz zu schweigen. Der Typ ist mir echt deutlich zu sehr "die wären sowieso bald gestorben also scheiß drauf".


  robogod
820647 | MO 13.04.2020 - 21:11 Uhr

Was heißt denn hier „nur“ Pathologe? Diese Leute stellen u. a. Todesursachen fest, oder?

Der Text der Leopoldina ist DIE Entscheidungsgrundlage für höchste politische Gremien in Deutschland, welche ab morgen auf dieser Basis wichtige Weichenstellungen vornehmen wollen. Da hätte man schon ein bisschen mehr erwarten dürfen, als dass (gefühlt) ein paar Profs das Vorwort ihrer jeweils letzten Publikation hinein kopieren...

Zum HZI-Text - mal abgesehen davon, dass der schon fast wieder eine Woche alt ist: eine der großen Fragen ist doch die, auf welcher Strategie man überhaupt gerade unterwegs ist - d. h. machen wir überhaupt noch „flatten the curve“, oder versuchen wir längst „Ausrottung“ (des Virus)? Das HZI geht von ersterem aus und schlägt letzteres vor. Der Leopoldina-Text schweigt zu dem Thema (wenn ich nicht irgendetwas überlesen habe) komplett - so wie uns auch die Politik hierzu seit Wochen völlig im Regen stehen lässt; für mich eines der Hauptversäumnisse in jüngster Zeit.


  Per Coy
820646 | MO 13.04.2020 - 21:04 Uhr

In Hongkong war es. Man hatte aber wohl ähnliche Beobachtungen in Wuhan gemacht. Und weil noch davon entfernt ist, alles zu wissen, ist man in so einem Fall eben zurückhaltend. Nicht so der Herr Püschel. Was aber ja nicht heißt, dass er nicht auch am Ende mal richtig liegen könnte. Darum geht es aber nicht ;-)


  johannholtrop
820645 | MO 13.04.2020 - 20:58 Uhr

Wissenschaftlich wäre alle toten zu obduzieren.


  Per Coy
820644 | MO 13.04.2020 - 20:56 Uhr

@Johann

Mitnichten. Ich sagte, dass ich es für in höchstem Maße fragwürdig halte, anhand einer Datenbasis von vielleicht zwei, drei Dutzend Patientenfällen irgendwelche end- und allgemeingültigen Aussagen bzgl. der Auswirkungen irgendeines erst ein paar Monate bekannten Virus zu treffen. Zumal wenn man selbst "nur" Pathologe ist.  ...Um das zu erkennen, muss man selbst kein Arzt sein, ein klein wenig Wissenschaftsverständnis reicht.

Ein Gegenbeispiel: In China gab es einen Mediziner, der bei einer ziemlich hohen Anzahl wieder genesener Patienten irgendwelche andauernden Folgen festgestellt hat, Lungenfibrosen oder sowas. Da geht auch kein vernünftiger Kollege daher und nimmt diese 50 Fälle in einem Krankenhaus nur für allgemeingültig an.


  johannholtrop
820643 | MO 13.04.2020 - 20:47 Uhr

Naja per ein bisschen  selektieren tust du schon. Sagtest du nicht zu püschel aus hh, das sei kein Arzt?


  Per Coy
820642 | MO 13.04.2020 - 20:43 Uhr

Es gibt übrigens in der Wissenschaft auch andere Stimmen. Hier in BS warnt das HZI in aller Deutlichkeit vor irgendwelchen zeitnahen Lockerungen. Für die ist sogar "daher zu überlegen, ob die Einschränkungen im sozialen Leben kurzfristig sogar noch verstärkt werden sollten, um die Ausbreitung weiter zu verlangsamen".

Disclaimer für Strunztal: Da ich kein Virologe, Epidemiologe oder dergleichen bin, weise ich ausdrücklich darauf hin, dass es sich nur um eine Wiedergabe der Meinung handelt ;-)


  allwetterfan
820641 | MO 13.04.2020 - 20:37 Uhr

Jetzt zieht Euch mal nicht zu sehr am Schulsport hoch, das ist nur eins von vielen Beispielen, aber massenhaft dicke Kinder halte ich schon für ein gesellschaftliches Problem - zumal, wenn sie daneben im (Sport-) Verein weder in körperlicher, noch in sozialer Hinsicht mehr Input bekommen können.

@Per

Im Prinzip sehen wir es doch alle ähnlich - robo nennt es "unausgegoren" und "Schwachsinn" von Leuten, die in besseren Kreisen verkehren, ich nenne es "Elfenbeinturm" und Du spielst auf die fast reine Herrenveranstaltung um die Leopoldina an. Das deckt sich doch ganz gut ;-)

 

Und wenn wochenlang selbst der neue Welterklärer der Nation (Drosten) die Schutzmasken kritisch sieht, jetzt aber offenbar alle total darauf abfahren, dann entfernt sich Politik vom Menschen. Wenn erst einmal alle brav damit rumlaufen werden wohl alle merken, was ich meine: In erster Linie werden wir eingeschüchtert. Ich will nicht unterstellen, dass das der wesentliche Grund ist für eine mutmaßlich kommende Tragepflicht, aber zumindest eine Wirkung mit gewaltiger Tragweite. Das überbordende Denunziantentum reicht mir bereits!


  Altfan
820640 | MO 13.04.2020 - 20:35 Uhr

Johann 

Falls du mich meinst. Dies meine ich so nicht. Erstmal muss es mit Schule überhaupt weitergehen. Da ist der Sportunterricht das kleinere übel. Sport sollte auch Thema sein. Klar. Aber für alle. Genauso ist das gesellschaftliche Miteinander nicht zu unterschätzen. 


  johannholtrop
820639 | MO 13.04.2020 - 20:32 Uhr

Sport für Jugendliche irrelevant. Wie viele Scheuklappen muss man eigentlich aufziehen um so einen Blödsin formulieren zu können. 

Kannst dich  ja schon mal die 2 Millionen Psycho und Physiotherapeuten kümmern die dann 20 Jahre später heilen dürfen.


  Altfan
820638 | MO 13.04.2020 - 20:28 Uhr

Sportunterricht in Schulen halte ich für unrelevant. Den Sport der Allgemeinheit sowie die Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens sehe ich viel wichtiger an. Man möge mich kritisieren. Es geht auch um unser aller gesellschaftlichen Standard was wiederum direkt und indirekt in Verbindung zu wirtschaftlichen Themen zu bringen ist. Auch Vereine und Verbände sind in welcher Form auch immer auf wirtschaftliche Einnahmen angewiesen. Darüber steht das kulturelle Leben welches in Vergessenheit geraten könnte. 

Ich behaupte einfach mal dass aktuell für dieses Jahr 70 % aller Schützenfeste und Fußballturniere abgesagt werden müssen. Dies sind nur 2 Beispiele. Diese Liste können wir beliebig erweitern. 

Dies wird sich direkt als auch indirekt auf den Getränke- und Lebensmittelabsatz und somit auf die Einnahmen von Vereinen und Gaststätten auswirken.

Dies bedeutet aber auch, dass sich alles in und um unsere Gesellschaft aktuell negativ entwickelt. Es darf mmn keine 4 Wochen mehr dauern bis wir eine Lösung gefunden haben. Eine zu frühe Lockerung (vor dem 1. MAI) ist dabei mmn ein falscher Ansatz. Dann nämlich wären alle direkt unterwegs und ggf. eine erneute KONTAKTSPERRE ggf absehbar.

Mmn muss man andere Lösungen finden. Es muss etwas her, welches uns alle unter Berücksichtigung von HYGIENEStandards, gegenseitiger Rücksichtnahme und Vorsichtsmaßnahmen eine wirtschaftliche und gesundheitlich vertretbare Lösung bietet. 


  Per Coy
820637 | MO 13.04.2020 - 20:27 Uhr

PS: Wenn ich versuche mir eine Welt vorzustellen, in der unsere Tochter (4.Klasse) konsequent in der Schule einen Mundschutz trägt, weiß ich aber auch nicht recht, ob ich lachen oder weinen soll...Und ja, dass diesem Rat 24 Männer und nur 2 Frauen angehören, kann man auch zurecht bekritteln und vielleicht in die eigene Bewertung gerade der vorgeschlagenen Maßnahmen hinsichtlich der Kinderbetreuung berücksichtigen.


  Per Coy
820636 | MO 13.04.2020 - 20:18 Uhr

@robogod

Nach meinem Verständnis handelt es sich um eine grundsätzliche Stellungnahme, deren vornehmlicher Zweck es ist, einen Rahmen (nicht mehr und nicht weniger) für weitere,  detaillierte und konrekte Maßnahmen aufzuzeigen. Es ist dabei nicht Aufgabe dieses Rates und kann es auch nicht sein, für jedwede dieser weiteren Maßnahmen die exakte Umsetzbarkeit zu entwickeln, so z.B. in diesem Sinne nun zu erklären, woher denn all die Masken kommen sollen.

Und last but sicher not least ist es geradezu eine selbstverständliche Logik, dass, wenn man zunächst einmal zu der klaren Erkenntnis gelangt, dass einem die Datenlage hinsichtlich des Ereignisses grundsätzlich unzureichend erscheint, dann für alle weiteren daraus folgenden Konsequenzen umso mehr eine gewisse Vagheit bestehen bleiben muss.

Persönlich freue ich mich über manches dabei ganz sicher auch nicht. Ich mache mir z.B. angesichts der Tatsache, dass es für unseren Jüngsten, der in den nunmehr vergangenen 5 Monaten nur ganze 3 Wochen in den Kindergarten konnte, möglicherweise erst im Sommer weitergehen soll, allmählich ernste Sorgen. Der würde dann ein 3/4 Jahr daheimgehockt haben. In einem Alter, in dem das alles andere als förderlich ist, um es mal gelinde auszudrücken.

....

Darüber hinaus kann ich den Eindruck vom "Elfenbeinturm" nicht ganz nachvollziehen. Sie sprechen doch in aller Deutlichkeit nicht nur die rechtlichen und für viele eher abstrakten Problematiken, sondern auch die aus der derzeitigen Situation erwachsenen "wirklichen" Probleme z.B. hinsichtlich noch weiter wachsender Bildungsungerechtigkeiten, der Zunahme häuslicher Gewalt, der Probleme für Alleinerziehende oder überhaupt für Menschen ohne größere materielle oder psychische Ressourcen an. Manche Dinge, die aufgezählt oder gar angemahnt werden, sind doch geradezu ein Fingerzeig auf die Versäumnisse der Politik in den letzten Jahren.


  Zoodirektor Tierlieb
820635 | MO 13.04.2020 - 20:01 Uhr

Ob die Durchführbarkeit des Sportunterrichtes ein aktuell gesellschaftlich höchst relevantes Thema ist, lasse ich mal so dahingestellt ...


  johannholtrop
820634 | MO 13.04.2020 - 19:41 Uhr

@robogod 

Widerspruch. Ich glaube es wäre höchst spannend. In der Anonymität müsste sie sich nicht erst an "Storymachine" wenden, um dem NDR Podcast widersprechen zu können.


  allwetterfan
820633 | MO 13.04.2020 - 19:24 Uhr

@Strunztal

Hast Du denn eine eigene Meinung zu der Leopoldina-Stellungnahme, die zahlreiche Wissenschaftler/-innen unterschiedlichster Fachrichtungen verfasst haben, oder willst Du nur gegen einzelne TP-User pöbeln, die gesellschaftlich höchst relevante Themen hier diskutieren?


  robogod
820632 | MO 13.04.2020 - 19:12 Uhr

Wenn in diesem Forum ausschließlich Virologen schreiben dürften, wär's recht langweilig...


  Franz
820631 | MO 13.04.2020 - 18:56 Uhr

Für die meisten Vereine mag es besser sein, wenn die Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Alleine des TV Geldes wegen wird es auch gar nicht anders gehen.  Für die meisten Fußballfans ist das nichts Halbes und nichts Ganzes. Es gibt jede Menge Wettbewerbsverzerrungen. Die eine Mannschaft hat viele Spieler die durch Corona ausfallen, die andere Mannschaft hat fast gar keine Ausfälle. Der eine Verein ist fast Pleite. Der andere Verein kurz vor der Pleite usw. . Sollte die Saison dennoch irgendwie zu Ende geführt werden, darf es keine Absteiger geben. Wie will man die vielen Knoten lösen? Schiedsrichter von vor der Haustür etc.  Das macht doch alles keinen Spaß. 


  Strunztal
820630 | MO 13.04.2020 - 18:45 Uhr

Ist wirklich ein Skandal, daß man zum Expertenwissen der Leopoldina  (Akademie der Wissenschaften) nicht mal einen der ausgewiesenen Virolgen und Pandemien Koryphäen des TP Gehör geschenkt hat. Gerade an Allwetter, PerCoy und Robogod darf man doch nicht so  ignorant vorbeigehen. Schlimm sowas.   ;-)


  robogod
820629 | MO 13.04.2020 - 18:11 Uhr

Nach dem Lesen des kompletten Dokuments ist mir eher noch übler. Die Speerspitze der deutschen Wissenschaft bekommt nichts Besseres hin als seitenweises „stating-the-obvious“ (sinngemäß: „man muss da abwägen!“, „alles nicht so einfach!“ und „wir brauchen mehr Daten!“) - und dazwischen ein paar halbgare Ideen, wie man im Bildungssektor weitermachen könnte - inklusive Mund- und Nasenschutz (wo kommen nur all die Masken her?) und fortgesetzten flächendeckenden Kita-Schließungen bis zu den Sommerferien (!)?

Nein, sorry. Mein Vertrauen ist gerade am Nullpunkt angelangt.


  allwetterfan
820627 | MO 13.04.2020 - 17:30 Uhr

@Anstoss

Der Kollege 'robogod' hat es vielleicht etwas stark pointiert formuliert, aber wenn man das Originaldokument liest, dann kann ich seiner Kritik schon großenteils folgen. Tatsächlich scheint ein bedeutender Teil der Autoren - allesamt Professor/-innen - noch relativ bequem auf dem Elfenbeinturm zu sitzen. Jetzt war mal keine Zeit für die üblichen Prozesse wissenschaftlicher Publikation, da kann es dann tatsächlich mal unausgegoren werden:

So heißt es zu Sport- und Kulturvereinen z.B. nur lapidar "Auch im Hinblick auf die Zukunft der Zivilgesellschaft
spricht daher alles für die schrittweise Lockerung der aktuellen Maßnahmen – sobald irgend möglich." 

An anderen Stellen werden dann aber ständig die Distanzregeln und die unsäglichen Schutzmasken (meine Meinung dazu s.u.) herausgestellt und beim Schulunterricht von den Kernfächern gesprochen, überhaupt nicht hingegen vom Sportunterricht. Man kann aber mit ein ganz wenig Fantasie herauslesen: Die nächsten ca. 1 1/2 Jahre wird es keinen Amateurfußball und auch sonst keinen Schul- und Vereinssport geben. Wozu das hinsichtlich der körperlichen, aber auch psychischen Gesundheit der Heranwachsenden wie auch der Erwachsenen führen wird, kann sich wohl jeder selbst ausmalen. Die Abnehmindustrie wird sich jedenfalls freuen können auf rosige Aussichten ... Dafür frage ich mich, wie viele Sportvereine das überleben sollen, genauso wie die Eckkneipen, die bislang sich noch dem Kneipensterben widersetzen konnten.

Und apropos Schule: Während die Politik in den letzten Tagen davon redete, zunächst Abiturklassen und dann schrittweise die älteren Jahrgänge wieder in die Schulen zu holen (Stichworte: Abschlussprüfungen und mehr Sensibilität im Umgang mit Schutzmaßnahmen), empfehlen die Leopoldina-Autoren ziemlich genau das Gegenteil.

Ach ja, und dann darf man sich auch mal überlegen, wie eigentlich in den nächsten 1 1/2 Jahren neue Lebenspartnerschaften eingegangen werden sollen - ganz romantisch im Restaurant mit 2 Meter Abstand und durch eine Maske genuschelt, ohne die Mundwinkel des Gegenüber sehen zu können?

Die Liste ließe sich noch ellenlang fortschreiben, aber auch so sollte klar sein: Der Verzicht auf Stadionbesuche ist wirklich eines der kleinsten Probleme, das uns erwartet.


  Anstoss
820626 | MO 13.04.2020 - 16:43 Uhr

@robogod https://www.leopoldina.org/uploads/tx_leopublication/2020_04_13_Coronavirus-Pandemie-Die_Krise_nachhaltig_%C3%BCberwinden_final.pdf

In dem unten weiter verlinkten Artikel von Spiegel Online findet man übrigens unter anderem diesen Satz:

"Die Leopoldina-Forscher werden dabei nicht spezifischer, allerdings dürfte aus den genannten Kriterien gelten: Theater können früher aufsperren, als dass es wieder Rockkonzerte gibt. Ähnlich wie bei Fußballspielen auf dichten Stehtribünen könnte entsprechend der Leitlinien der Leopoldina gelten, dass diese erst nach Entwicklung eines Impfstoffes wieder erlaubt werden."

Das ist also erst einmal nicht mehr als eine Interpretation des Autors bei SPON.


  robogod
820625 | MO 13.04.2020 - 16:41 Uhr

ok, gefunden.

https://www.welt.de/bin/Leopoldina-Corona-Krise_bn-207230477.pdf?wtrid=amp.article.free


  robogod
820624 | MO 13.04.2020 - 16:27 Uhr

Ich bin gerne bereit zurückzurudern, wenn sich herausstellen sollte, dass keine der großen deutschen Online-Zeitungen in der Lage ist, eine inhaltlich halbwegs korrekte Zusammenfassung eines ihr vorliegenden Textes zu schreiben.

Glaube ich aber nicht!

In der Zwischenzeit wäre ein Link zum Originaldokument sicher hilfreich, Anstoß(ss).


  Anstoss
820623 | MO 13.04.2020 - 15:51 Uhr

Vielleicht sollte man die Studie erst einmal lesen, bevor man von "Pamphlet" und "unausgegorenen Schwachsinn" schwadroniert.


  robogod
820622 | MO 13.04.2020 - 14:59 Uhr

Ich mutmaße mal, dass die Wissenschaftler, die dieses Pamphlet verfasst haben, tendenziell lieber das Theater oder die Oper aufsuchen als ein Rockkonzert oder ein Fußballstadion. Außerdem kennen sie wahrscheinlich in ihrem gesamten Bekanntenkreis niemanden mit einem Kind, das eine Kita oder eine der ersten beiden Grundschulklassen besucht. - Anders kann ich mir diesen unausgegorenen Schwachsinn nicht erklären.


  allwetterfan
820621 | MO 13.04.2020 - 14:31 Uhr

@Altfan

Mit dem geschlossenen Raum hast Du schon recht. Allerdings kann man ein Theater mit entsprechenden Sitzabständen bestuhlen. In Stadien wäre das zwar grundsätzlich auch möglich (Sitzplatztribünen mit vllt. 20-30 % Auslastung, Stehplatz ebenfalls mit Abstandsregeln), aber wir sollten so selbstkritisch sein um zuzugeben: Das wird nicht einhaltbar sein; solche Disziplin haben wir Fans nicht. Mal ganz abgesehen davon, wie man ~3.000 Leute auswählen sollte, die das excklusive Recht erhalten würden, die Bremer Brücke zu besuchen (ja o.k., Bestandsmitglieder und lebenslangen Dauerkarte, dann dürfte ich doppelt ;-) )

Generell müssen wir schnellstmöglich so viel Normalität herstellen wie möglich, weil uns sonst unser kompletter Wohlstand nachhaltig flöten geht und die psychologischen Folgen immens wären, mit Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Frieden, die man sich nicht unbedingt ausmalen will. Ich bin allerdings einigermaßen erschrocken über die immer deutlicheren Rufe nach einer Maskenpflicht - in dem von Dir verlinkten Artikel mit der klaren Empfehlung, diese immer verpflichtend zu tragen, wenn 2 m Abstand unterschritten werden. Wie das im Restaurant oder in der Kneipe funktionieren soll - nur noch flüssige Nahrung per Strohhalm? Mal ganz zu schweigen vom gesellschaftlichen Klima bei 2 m Abstand und den allgegenwärtigen Masken, die zumindest bei mir Beklemmung auslösen. Und bevor jetzt jemand antwortet: notwendiges und kleineres Übel, als weiterer Lockdown - mag sein, aber die Wirksamkeit der Masken wird ja selbst vom omnipräsenten Politikberater Nummer 1 in Deutschland (Drosten) eher verhalten beurteilt.

Und zum Punkt Apps: Schön, dass wirklich jedes Mal die Freiwilligkeit der Datensammlung betont wird - aber bleibt sie wirklich ganz freiwillig? Oder kommen wir an einen Punkt, an dem Du nur Einlass in ein Restaurant, Theather, ... erhältst, wenn Du Dein Smartphone mit einer solchen App vorzeigen kannst?

Auch die explizite Erwähnung der Stehplätze erzeugt bei mir ungute Gefühle - die Gelegenheit für DFB/DFL wäre allzu günstig, diese jetzt im Handstreich mal eben abzuschaffen.

Noch eins: Der niedersächsische Ministerpräsident Weil schwadronierte vor wenigen Tagen, "der gute alte Handschlag" werde "dauerhaft deutlich in den Hintergrund treten" - wie viele Steilvorlagen brauchen die rechten Spinner, die den Untergang der abendländischen Kultur seit Jahren heraufbeschwören, eigentlich noch?! Eine Schweizer Forschergruppe ist mit einem Impfstoff angeblich sehr weit, an Mäusen funktioniert er bereits, es geht wohl schon um das Zulassungsverfahren, das im Normalfall sechs Jahre beanspruchen könne. Bill Gates, der selbst mit seiner Stiftung die Forschung fördert, hat 18 Monate bis zur Markteinführung eines Impfstoffes veranschlagt (beides gestern in fast einem Atemzug im DLF). Sicher auch nur eine grobe Schätzung, man kann von dem Mann ohnehin halten was man will (wie auch von Dietmar Hopp), aber er ist schon außergewöhnlich intelligent.

Bei 18 Monaten reden wir über Fußballspielbesuche in der fortgeschrittenen Hinrunde 2021/22 und als gesellschaftliches Ereignis die Weihnachtsmärkte 2021, so wir denn dann noch das nötige Kleingeld besitzen. Wir schreiben gerade den April 2020. In diesem Sinne: Frohe Ostern!


  Altfan
820620 | MO 13.04.2020 - 14:00 Uhr

Theater = geschlossene (meist geschlossene Räumlichkeit) Fussballstadien=meist offene Umgebung

So etwas verstehe wer will. Ich würde es verstehen, wenn man Freilichtbühnen vorzieht. Ich finde nicht, dass Theater einer höheren Bedeutung zukommen sollte als dem Fussball. Ich denke, dass im Theater die Ansteckungsgefahr höher oder gleich hoch anzusiedeln ist. Darüber hinaus bewegt sich gerade im Theater eher die gefährdeter Cliente'.

Spiegel


  KlausMuemmel
820619 | MO 13.04.2020 - 13:43 Uhr

Oh je, das kann wohl noch dauern...

„Theater können früher aufsperren, als dass es wieder Rockkonzerte gibt. Ähnlich wie bei Fußballspielen auf dichten Stehtribünen könnte entsprechend der Leitlinien der Leopoldina gelten, dass diese erst nach Entwicklung eines Impfstoffes wieder erlaubt werden.“

Kein Impfstoff, keine Spiele in gewohnter und schmerzhaft vermisster Athmosphäre. So langsam kriege ich den Blues...


  pittjepuck
820618 | MO 13.04.2020 - 10:28 Uhr

'"Herr Lippens, ich verwarne Ihnen“. "Herr Schiedsrichter, ich danke Sie".


  Jan
820617 | SO 13.04.2020 - 00:13 Uhr

Zur nächsten Saison (wann auch immer die dann startet) wird es laut Sky einige Regeländerungen geben, u.a.:

"Strafstoß: Beim ersten Vergehen wird der Torhüter ermahnt, bei jedem weiteren Vergehen verwarnt."


  galileo
820616 | SO 12.04.2020 - 18:35 Uhr

Haarige Angelegenheit immer nur nach etwas Schlechtem suchen zu müssen, statt sich erstmal über die guten Dinge zu freuen.


  anderson
820615 | SO 12.04.2020 - 12:01 Uhr

früher war auch mehr Lametta...


  Strunztal
820614 | SO 12.04.2020 - 10:27 Uhr

@heino

es gibt auch Leute die bringen ihr eigenes Haar für die Suppe mit. So einer ist das.


  Dittsche
820613 | SO 12.04.2020 - 10:00 Uhr

⚽️ FROHE OSTERN! ⚽️


  Heino
820612 | SO 12.04.2020 - 05:49 Uhr

@Zoodirektor

... Du kannst 10 x oder 15 x in ein Restaurant gehen und Dir eine Suppe bestellen. Irgendwann wirst Du bestimmt ein Haar finden über das Du Dich beschweren kannst. Du kannst aber auch schon die erste Suppe prüfen, riechen und genießen. Und anschließend voller Freude den Abend erleben.

Zum nächsten Gericht: Wichtig ist doch, dass der Fisch gesund ist und nicht stinkt. Und das man ihm in die Augen schauen kann. Irgendwo im Innern findet man dann auch mal eine Kleinigkeit 'Unverdaulichem'. Ja und....!?

Frohe Ostern
Heino, Bad Münstereifel


  sesselfan
820611 | SO 12.04.2020 - 02:34 Uhr

Man kann an der VFL-Führung kritisieren was man will. Auch mir fällt da einiges ein. Nicht ganz soviel wie ich an der Bundesregierung und eigentlich sämtlichen Entscheidungsträgern in und vor allem vor dieser Krise kritisieren würde, da ich persönlich finde das uns gerade jetzt überdeutlich wird, was die Privatisierungswelle im Gesundheitswesen und eigentlich vorher schon die in der Versorgung und dem sozialen Wohnungsbau gebracht hat. Und ich gehöre keineswegs zur Fraktion derer, die in Krisenzeiten die Reihen schliessen und der Führung um jeden Preis den Rücken stärken wollen. 

 

Aber nach allem was wir VFLer in den letzten Jahren erlebt haben ist es schon eine Sensation wenn 13 Vereine der 1. und 2. Liga nicht die Liquidität haben um die Saison ohne weitere Einnahmen zu überstehen, wir aber schon. Da möchte ich doch wirklich mal darum bitten ein wenig darüber nachzudenken ob es nicht noch vor nicht allzu langer Zeit so gewesen wäre, das wir die ersten gewesen wären, die es erwischt hätte. Das wäre dann schon eine aussergewöhnliche Leistung.


  pittjepuck
820610 | SA 11.04.2020 - 22:33 Uhr

Der Briefträger schließt sich den Worten von @anderson an. 


  anderson
820609 | SA 11.04.2020 - 20:21 Uhr

allen Usern wünsche ich ein schönes Osterfest, macht das beste draus


  Zoodirektor Tierlieb
820608 | SA 11.04.2020 - 20:19 Uhr

Hallo Herr Menges,

ich hoffe es war in Ordnung das Zitat zu verwenden. Ein erkenntnisreicher Dialog oder gar Antworten konnten leider nicht geliefert werden. Ich wünsche dennoch allen ein frohes Osterfest für alle.

Viele Grüße

Oliver Fichter


  AntoniusvonPadua
820607 | SA 11.04.2020 - 19:31 Uhr

An Alle.

Wen der Noz-Artikel und ggf einige Kommentare zu diesem so aufwühlt, der möge sich doch bitte dort unter Klarnamen dazu äussern. Gerade zu Ostern ist es doch nicht unangebracht Eier zu zeigen;-)

Frohe Ostern, Andreas Menges


  Gockelsportlser
820606 | SA 11.04.2020 - 19:15 Uhr

Erfurts Entwicklung war ja schon vor der Insolvenz 2018 sehr negativ. Ob es bei der aktuellen Insolvenz wirklich einen sportlichen Unterschied gemacht hätte, wenn sie nach der "Lex Corona" Insolvenz angemeldet hätten?  


  Eversburger
820605 | SA 11.04.2020 - 18:43 Uhr

Es geht wohl eher um Erfurt 2019/20.


  Ali Boelzen
820604 | SA 11.04.2020 - 18:38 Uhr

@violet-white: Schon okay! Die Tasse ist ja auch heil geblieben. ;-) 


  Gockelsportlser
820603 | SA 11.04.2020 - 18:11 Uhr

Mal so ganz am Rande:

Auch wenn nach der großen Zweitligazeit unsere Ausflüge in eben jene Liga sehr ernüchternd waren und man das Gefühl haben könnte, der Fußballgott sieht uns eher in Liga 3 als in Liga 2 : Ausgerechnet in den Jahren wo die 3. Liga zusammengelegt wird und Corona die Welt lahm legt sind wir raus aus der Pleiteliga. Manchmal haben wir eben doch auch etwas Glück.


  Alzenauer
820602 | SA 11.04.2020 - 18:09 Uhr

RW Erfurt 2017/18? Die sang- und klanglos sportlich als Tabellenletzter abgestiegen sind.


  Alter_Rentner
820601 | SA 11.04.2020 - 18:00 Uhr

Die Arbeit vom Geschäftsführer habe ich stets mit Abstand, aber mit Wohlwollen betrachtet. Sieht man auf die Anfänge zurück, als alles mehr oder weniger in Trümmern lag, ist seine Arbeit aus heutiger Sicht nicht mehr wegzudenken.

Mittlerweile hängt über 13 Vereinen der 1. und 2. Liga das Damoklesschwert der Insolvenz, und einige solle schon die ungewisse letzte Rate der Fernsehgelder verpfändet haben, um überhaupt noch die Rechnungen bezahlen zu können.

Besonders die Erfurter werden sich jetzt ärgern, haben sie doch vor der Krise die Insolvenz beantragt, hätten sie gewartet, wäre vielleicht eine Art Rettungsschirm geschaffen worden ?


  violet-white
820600 | SA 11.04.2020 - 17:47 Uhr

Sorry Ali, ich wollte weder dir noch deiner Kaffeetasse etwas böses und habe auch keinerlei Restzweifel  ;-)


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