@Streifenpullover
1 Tribüne ist ungleich 3 Tribünen.
@Lorko: "Der Charme der Bremer Brücke würde aber ebenfalls nicht mehr der selbe sein, wenn 3 von 4 Tribünen neu gebaut würden." Das hat man vor zehn Jahren auch gesagt, als man die Nordtribüne abgerissen hat.
@robogod: "„18.000 ist das absolute, unverrückbare und unwiderrufliche Ende der Fahnenstange“ wird im Stadtrat niemanden überzeugen! Wenn Du dieser Darstellung als Neubau-Gegner folgst, spielst Du letztlich das Spiel der Neubau-Befürworter mit!" Es geht hier nicht um "Gegner" und "Befürworter". Jeder, der es mit dem VfL hält, wird ein Befürworter der Bremer Brücke, eigentlich sogar jeder Fußballfan in ganz Deutschland. Es geht hier um die vernünftigste und am besten nachhaltigste Entscheidung. Wenn diese lautet, dass die aktuelle Bremer Brücke für den Verein auch in mindestens 20 bis 30 Jahren eine angemessene Heimat zu akzeptablen Konditionen bieten dürfte, dann wird das auch so sein. Wenn allerdings ein Neubau die sinnvollste Entscheidung wäre, dürfte oder sollte ein Abschied anstehen.
Ein neues Stadion sollte natürlich irgendwie so gebaut werden, dass es eben nicht unter der etlichen Baukasten-Stadien untergeht und einfach nur noch eines von vielen ist. Da ließe sich architektonisch bestimmt das eine oder andere Merkmal umsetzen, dass es als "Bremer Brücke 2.0" durchgeht. Dann sollte es aber auch von den Fans akzeptiert werden, wie in Mainz, Gladbach, Aufgsburg, etc., wo die Fans zwar dem alten Stadion noch ein wenig wehmütig hinterherblicken, insgesamt aber sehr zufrieden mit ihrer neuen Heimat sind.
Ohne neuem Bebauungsplan und dem Abriss einiger Häuserzeitel ist eine Kapazität > 17.500 Plätzen nicht möglich.
PS: Selbst die 17.500 sind nur dann möglich, wenn das Grundstück hinter "Oma's Ecke" überhaupt gekauft werden kann (was noch lange nicht fest steht).
Mal rein hypothetisch eine Frage an alle Fans, die sich eine neue Bremer Brücke auf dem Gebiet der Halle Gartlage vorstellen könnten: Wo sollte das Stadion dort stehen? Meint ihr nicht, dass der Platz dort erneut ziemlich eng bemessen wäre?
Ich habe mir den Standort nochmal mittels Satellitenbildern auf Google Maps angesehen.
Demnach sehe ich auf dem Areal zwischen Bohmter Straße, Baumstraße und Schlachthofstraße folgende Problematiken:
Im Süden Wohnhäuser-Bebauung (Straßenfront Bohmter Straße) und Kleingärten (?) im Weg, nach Norden teilweise Begrenzung durch KME-Gelände sowie den Sandbach, im Osten durch die Bahnlinie (Am Bahndamm). Und natürlich die zentral gelegene Halle Gartlage selbst, welche erst einmal abgerissen werden müsste.
Flächenmäßig gäbe es nordöstlich in Richtung Haster Weg zwar evtl. noch ein gewisses Erweiterungspotenzial, jedoch müsste man auch hier - sofern überhaupt möglich - erst eine ganze Kleingartensiedlung auflösen.
Zudem stellt sich die Frage: Wo sollen zukünftig Jahrmarkt und Zirkus-Vorstellungen stattfinden?
Wie man sieht: Schwierige Voraussetzungen...
Vorteile, die das Gelände böte:
1. Bereits vorhandene Parkflächen (Schlachthofstraße), die man u.U. noch erweitern könnte
2. Beibehaltung des Stadionnamens, da weiterhin an Bremer Brücke gelegen
3. Evtl. irgendwann auch Anschluss einer Bahnstation möglich (Heim- und Gästefans kämen schnell und direkt ans Ziel)
4. Ausbau der dann alten Bremer Brücke zum Museum als Attraktion für Osnabrücker und vllt. auch manchen Gästefan) sowie Ort für anderweitige Veranstaltungen (Flohmärkte, Kino unter freiem Himmel,...)
@Dittsche /Altfan seit ihr eigentlich eng
verwandt? Sehr gleicher Schreibstil. ?
Ansonsten bin ich sehr nah an Allwetters Auffassung. Bremer Brücke hat oberste Priorität und wenn die 18000 machbar sind, reicht das auch völlig aus. Selbst wenn der Höhenflug anhält und selbst wenn wir tatsächlich mal ein kurzes Gastspiel in Liga1 haben sollten, was schon sehr sehr optimistisch wäre.
Allerdings, und da unterscheidet sich meine Auffassung von Allwetters etwas, ich denke mit etwas Mühe und Anstrengung wären vielleicht doch auch noch etwas mehr als 18000 möglich auch ohne Häuserzeilen wegzureißen.
Wenn ich mich recht erinnere, dann will man das Stadion rundum auf Höhe der Nordtribüne bekommen. Die Nord und der Affenfelsen stellen jetzt keine außergewöhnlichen Tribünen dar und sind für mich eher 'Einheitsbrei' statt Alleinstellungsmerkmal. Bei der Diskussion über den Stimmungsboykott wurde schon die schlechtere Akustik des Affenfelsens im Vergleich mit der Südost-Ecke thematisiert. Das läge unter anderem am höheren Dach. Die gleiche Problematik kommt demnächst unweigerlich auf die anderen zu modernisierenden Tribünen zu. Das Stadion verliert seinen rustikalen Charme, wird steril und ähnelt plötzlich anderen 15.000er bis 18.000er Stadien. Da mache ich mir nichts vor. Das einzige Alleinstellungsmerkmal würde der Standort inmitten einer Wohngegend sein. Ob der aber für noch größere Fanscharen geeignet ist, ist eine andere Frage.
Endlich mal wieder das Thema Stadionausbau vs. Neubau
Fakt ist: Es müssten 3 Tribünen erneuert werden. Die hätten dann wohl eine Optik, die in etwa der der Nord entspräche. Das Fassungsvermögen wird 17.500 Plätze (vor allem aus lärmschutztechnischer Sicht) nicht übersteigen. Der gesamte Umbau wird mehrere Jahre dauern.
Ein Neubau ginge schneller und es bestünde zumindest die Möglichkeit das Fassungsvermögen noch zu erhöhen.
Sicherlich ist ein Neubau zumeist ein 0815 Kasten, so wie er beispielsweise in Regensburg steht.
Der Charme der Bremer Brücke würde aber ebenfalls nicht mehr der selbe sein, wenn 3 von 4 Tribünen neu gebaut würden.
Besten Dank, Dittsche!
@ robogod
Bezieht sich auf das Gebiet in der Dodesheide.
"Der Vergleich mit Braunschweig hinkt, da jeder Verein ein anderes Einzugsgebiet hat. BS hat zudem die Erstligakonkurrenz in WOB quasi vor der Haustür."
Juckt hier aber gefühlt niemanden ;-) ... Sollte auch allein z.B. anhand der letzten Spielzeit auf den ersten Blick klar sein, dass die nochmal ne gute Liga höher diesbezüglich spielen. Spielen ne kack Saison in Liga 3 und trotzdem rennen da 18k hin. Im Prinzip is das auch fast egal, ob die Mist zusammenspielen oder nicht, unter 15k kommen eigentlich nie. Es ist da auch nicht angezeigt, auf den vermeintlich großen Lk von Osnabrück zu verweisen. Nach Norden mag hier Wob ein wenig Wasser abgraben, im gesamten Südhalbkreis ist das Einzugsgebiet des Klubs vergleichweise riesig und geht nach Osten fließend in den der Magdeburger über.
@allwetterfan:
Änderung der Bauhöhen ist komplett unrealistisch, weil...?
Grundstückserwerb in der Bremer Straße (Grundvoraussetzung für Kapazität 18.000!) problemlos möglich, in der Scharnhorststraße (Voraussetzung für höhere Kapazität) aber komplett unrealistisch, weil...?
Wenn Du den Standort Bremer Brücke erhalten möchtest, brauchst Du wenigstens mittel- bis langfristig eine Antwort auf die Frage, wo denn noch erweitert werden soll, wenn die 18.000 Plätze aufgrund eines „plötzlichen, unerwarteten Erfolgs“ nicht ausreichen sollten.
Ich bin ja selbst für den Erhalt der Brücke und auch für die ca. 18.000 Plätze in der ersten Ausbaustufe. Aber um die Ratsmehrheit zu überzeugen, braucht man ein weiteres Ausbau-Szenario; sonst finden wir uns schneller als wir wollen am Stadtrand wieder.
„18.000 ist das absolute, unverrückbare und unwiderrufliche Ende der Fahnenstange“ wird im Stadtrat niemanden überzeugen! Wenn Du dieser Darstellung als Neubau-Gegner folgst, spielst Du letztlich das Spiel der Neubau-Befürworter mit!
Apropos Stadtrand: Die Überlegungen bzgl. „Limberg“, beziehen die sich auf ein Gelände in der Nähe der Straße „Am Limberg“ in der Dodesheide? Oder auf das „Limbergen“ genannte Gebiet am Ende der Limberger Straße, südlich des Stadtteils Wüste?
Ich fänd beides schrecklich...
@ DerAuswaertige
Sofern der Erwerb angrenzender Grundstücke wie Omas Garten überhaupt möglich ist, läge die maximal mögliche Zuschauerkapazität laut aktuellster Aussagen seitens des VfL in Person von Jürgen Wehlend bei rund 18.000 - Tendenz eher weniger. Nicht auszuschließen also, dass die Kapazität im Vergleich zum Ist-Zustand sogar weiter schrumpft auf dann nur noch 15.000 Plätze. An diesem Punkt stellt sich für mich die Frage: Wäre der ganze Aufwand (Abriss und Neubau zumindest der West- und Ostkurve, evtl. auch der Südtribüne) in einem solchen Fall überhaupt noch zu rechtfertigen? Meines Erachtens würde es dann ausreichen (sofern statisch möglich), die Tribünen so wie sie sind stehen zu lassen und lediglich die Dachkonstruktion gemäß den Statuten der DFL zu erneuern (Vollüberdachung). Einen wesentlichen Mehrwert für die Brücke sähe ich jedenfalls in einem alleinigen Austausch alter Betonstelen gegen neue - bei gleichzeitig verringerter Stadionkapazität (!) - beim besten Willen nicht.
@ Mr.m
Danke für den Hinweis!
Mal wieder zum ,,Sportlichen" : Benjamin Schmedes ist ab heute Abend im Brückengeflüster zu hören! U.a geht es um weiterentwicklungsmöglichkeiten und Vertragsgespräche, ich bin gespannt!
Was strebt denn der Verein an bzgl Zuschauerkapazität ?
@robogod
Sorry, aber Deine Forderung nach der Prüfung einer Tieferlegung des Spielfeldes, dem Abriss ganzer Häuserzeilen und einer Änderung der Bauhöhen ist nunmal komplett unrealistisch, wenn man sich ein klein wenig mit der Materie auseinandersetzt oder wie ich beruflich bedingt zumindest in Teilen die technischen Möglichkeiten bzw. die Rechtssprechung kennt. Als entschiedener Brücken-Verfechter wäre ich ansonsten einer der ersten, die solche Vorschläge propagieren würden. Aber falls Dir das wirklich plausibel erscheint, dann versuche doch bitte zur nächsten Infoveranstaltung zu kommen und halte den Verantwortlichen vor, was aus Deiner Sicht noch zu prüfen wäre.
Die Frage ist doch auch, ob alle dem Wirt folgen wenn er die Kneipe wechselt? Oder ob der Wirt nur an dem alten Standort funktioniert hat weil beides perfekt zusammen passt (e)?
@allwetterfan: Bestimmst DU, was vollkommen unrealistisch ist und was nicht?
Ich bin da halt anderer Meinung. Und damit nicht allein.
Der VfL täte gut daran, ALLE Optionen auf den Tisch zu legen, sie zu prüfen, zu bewerten, ein Preisschild dranzukleben - und DANN zu entscheiden, was realistisch und was nicht.
Natürlich ist die Brücke ausbaubar. Aber nur in kleinem Umfang und unter Aufwendung enormer Kosten. Da setze ich an und sage das ich u.U. Verständnis hätte wen man sich am Ende gut begründet für eine andere Option entscheidet.
Der Vergleich mit Braunschweig hinkt, da jeder Verein ein anderes Einzugsgebiet hat. BS hat zudem die Erstligakonkurrenz in WOB quasi vor der Haustür. Wenn man nach Einwohnerzahlen unter Einbeziehung der Region geht, dann fällt Kaiserslautern vollkommen nach oben heraus, auch Karlsruhe mit seinem Neubau auf 28.000 wäre dann etwas überdimensioniert. Die Liste ließe sich in beide Richtungen verlängern.
@violet-white
Dass die Bremer Brücke ausbaubar ist, ist keine "Behauptung" irgendwelcher TP-User, sondern von Jürgen Wehlend, Manfred Hülsmann und den beauftragten, erfahrenen Architekten/Fachplanern. Demnach sei kein k.O.-Kriterium erkennbar, die Kapazitätsgrenzen habe ich gestern erneut gepostet.
Alles Weitere ist letztlich Geschmackssache - ich habe eine klare Meinung, aber auch schon geschrieben, ich könne mir als äußersten Kompromiss einen eng nachempfundenen Neubau auf dem Gelände der Halle Gartlage - also quasi am tradtionellen Standort - vorstellen. Ist aber vermutlich eher nicht das, was als Standort sinnvoll möglich ist, zumal das das Parkplatzproblem wohl noch verschärfen würde. Zum Limberg wäre es für mich persönlich kein Stück weiter, aber das ist schlichtweg nicht das, was für mich Fußball in Osnabrück ausmacht, ein Stadion an diesem oder einem anderen Stadtrand, keine Kneipen fußläufig, eine Viertelstunde mit Fahrrad oder Bus in die Altstadt. Vielleicht hätte man mich mitnehmen können, hätte die Stadt nicht in Sachen Güterbahnhof und Stadthalle so ziemlich alles strategisch falsch entschieden, was man falsch machen konnte. Jetzt auf Kosten der Bremer Brücke von einer Multifunktionsarena zu träumen nachdem man zig Millionen in einer Stadthalle, die im Gegensatz zur Bremer Brücke klar die Mindestkapazität für größere Events (5.000) für immer verfehlt, sehe ich nicht wirklich ein.
Auf der Infoveranstaltung zur Stadionfrage waren über 100 Fans aller Altersklassen und "Ausrichtungen", und das Meinungsbild war sehr, sehr (!) viel eindeutiger als hier im Forum. Über das Für und Wider zu diskutieren, ist für mich völlig o.k., solange es respektvoll und vor allem auf Basis von Fakten erfolgt, aber das Thema hatten wir ja gestern... Und zu einer fairen Diskussion gehört für mich auch der Standpunkt: Die Bremer Brücke als Standort ist für mich gesetzt, sofern klar ist, dass sie nicht zum Zwangsabstieg aus / Nichtzulassung zu den DFL-Ligen führt. Und das ist laut unserer Verantwortlichen nunmal voraussichtlich nicht der Fall, und deshalb will ich keinen neuen Standort. Punkt.
hier werden aber wieder munter äpfel mit birnen verglichen
Ich habe die Ironie schon verstanden, deshalb auch der Smiley nach "man sollte es nicht übertreiben"
Aber das viele hier einfach behaupten die Brücke kann ausgebaut werden und fertig und überhaupt nicht bereit sind darüber hinaus zu diskutieren verstehe ich halt nicht. Ja, es wäre toll weiterhin die Brücke nutzen zu können. Noch schöner wäre es wenn man die jede Saison je nach Liga auf- oder abstocken könnte. Aber das geht nun mal nicht und auch ansonsten sind die Möglichkeiten arg begrenzt. Wenn man sich dann nicht zumindest mal mit einem Plan B und C beschäftigt handelt man grob fahrlässig. Aber zum Glück haben das die Leute in verantwortlicher Position ja offensichtlich verstanden. Offensichtlich wurde auch verstanden das die Brücke Option 1 sein muss, so wurde es zumindest nach außen kommuniziert. Daher macht man beim Verein in meinen Augen alles richtig indem man versucht Iotion 1 zu ziehen, aber nebenbei auch weitere Optionen untersucht. Ich würde mir wünschen das man das so auch im TP diskutieren kann.
Braunschweig...Ja, da hast Du recht! Auch deshalb mein „vermutlich“! Ich habe grob überschlagen und es müsste natürlich eine an verschiedenen Fakten ausgerichtete Vergleichs-Gruppe geben.
Ich denke aber dennoch, das bei einer weiteren Betrachtung von einzelnen Beispielen eine statistische Häufung vorhanden wäre die meine These stützt.
@Oberhammer
Stadt Osnabrück 168.000 Einwohner, LK 350.000 Einwohner
Braunschweig: 275.000 Einwohner
wer hat mehr Zuschauer pro Spiel im Schnitt?
selbst für Braunschweig wären 18.000 zu wenig.
Die Bremer Brücke muss als Spielort fortbestehen. Das Stadion ist die Konstante, an der sich die Tradition festmacht, der Mythos, über den sich der Verein definiert und deutschlandweit wahrgenommen wird. Wen interessiert noch, wer in der Vergangenheit mal wann Trainer, Betreuer, Spieler oder Vereinsführung war ? Und bei der Kapazität von 18.000, die m.E. völlig ausreichend ist, sollte man auch berücksichtigen, dass wir in OS eingekesselt sind von diversen Bundesligisten (Dortmund, Schalke, Bremen, Hamburg), Zweit- und Drittligisten, so dass unser Einzugsbereich nicht so groß ist wie bei einigen anderen Vereinen. Bitte erhaltet die Bremer Brücke !
Wer sich mal die Mühe macht den Zuschauerschnitt in Relation zur Einwohnerzahl der jeweiligen Stadt zu setzen erkennt, dass wir vermutlich nicht mehr als ein 18000 er Stadion brauchen. ( und ja, inclusive LK).
Also max. Umbau und fertig! Erschreckend das Morbus Kackstadt hier um sich greift
@ violet-white
absurd? Das Eine schließt das Andere nicht aus, das bestes Bespiel haben wir doch letzte Saison auf dem Betze erlebt. Natürlich wollte man in erster Linie den VfL auf dem legendären Betze siegen sehen, aber es war eben - auch - das Stadion, dass motivierte die Fahrt anzutreten.
und sorry, wer das Beispiel mit dem Dom und den Schürzenjägern ernst nimmt, dem ist nicht mehr zu helfen... wobei man die Bedeutung von Gebäuden für Gruppen, Religionen oder Subkulturen ohnehin nie mit einander aufwiegen und vergleichen sollte.
Ist eine Kirche wichtiger als ein Stadion? Ist ein Dom wichtiger als ein Frauenhaus? Alles Quatsch... jeder Mensch hat da sein eigenes Koordinatensystem und das sollte man dann auch respektieren.
@violet-white
Der Vergleich von 'LilaTeufel' ist zweifellos gehörig ironisch zugespitzt, trifft für mich aber den Nagel auf den Kopf. Dass der Kölner Dom im Gegensatz zur Bremer Brücke ein denkmalgeschütztes Weltkulturerbe ist, wird hier jedem klar sein.
Und ich habe nie behauptet, dass das "Tausende" seien, die die Bremer Brücke sehen wollen. Dass viele Gästefans und Groundhopper (und erst recht Osnabrücker) aber genau dieses Stadion und seine Atmosphäre live und vor Ort erleben wollen und es einer Einheitsarena wie z.B. in Paderborn oder Ingolstadt im Zweifel für eine Reise vorziehen, sollte wohl unstrittig sein, das hörst und liest Du ständig. Ich schrieb ja explizit von den "nackten Zahlen" - eben weil man wie auch Du meinst mit einem neuen, größeren Stadion ggf. rein zahlenmäßig mehr Leute anlocken kann, sportlichen Erfolg vorausgesetzt (!!) Wenn Du gleichzeitig aber den Kultfaktor ausschaltest und den harten Kern vergrätzt, kann die betriebswirtschaftlich zunächst positive Rechnung ganz schnell ins komplette Gegenteil umschlagen. Ich bleibe dabei: Wirtschaftlich wäre ein Neubau für vergleichbare Kosten wie ein Umbau auf den ersten Blick die deutlich bessere Variante - alles komplett neu, genug Platz für die Blechlawine und alle möglichen Eventualitäten, keinen Ärger mit Anwohnern (wenn es denn weit genug außerhalb ist). Aber mit Blick auf die Realitäten der letzten Jahrzehnte irgendwo an der Schwelle zwischen 2. und 3. Liga hast Du ganz schnell eine schlecht ausgelastete Investitionsruine, statt am vorhandenen Standort die gewachsene ideellen Strukturen zu erhalten und Stück für Stück zu modernisieren - und wenn es sportlich dann nicht mehr so gut laufen sollte in wenigen Jahren, dann werden (vorerst) eben nur die Ost und/oder die West hochgezogen. Könnte für die Politik (und die Bürger der Stadt!) im Übrigen auch besser tragbar sein, wenn zunächst "nur" einstellige Millionenbeträge fällig werden und nur dann alles umgebaut wird, wenn denn auch längerfristig der Bedarf besteht. Ginge natürlich auch mit einer neuen Arena, aber dann hätte man ggf. über längere Zeiträume ein halbfertiges und -offenes, noch weniger charmantes Stadion.
Freier Verkauf kaum nix mehr frei
Jetzt wirds absurd, Gästefans kommen nicht nach Osnabrück um ihr Team zu sehen, sondern um die Bremer Brücke zu bestaunen. Tausende Groundhopper sind zudem Spieltag für Spieltag vor Ort. Das sind alles gar keine VfL Fans sondern Fussballromantiker aus der ganzen Welt, die schnell noch Kölner Dom und Bremer Brücke besuchen wollen bevor die beiden größten Touristenmagneten Deutschlands auf die grüne Wiese verlegt werden.
Ja, die Bremer Brücke ist kultig und für manchen Punkt gut. Sie ist seit vielen Jahren das Heim aller VfLer und nur schwer wegzudenken. Aber die Brücke mit dem Kölner Dom zu vergleichen oder zu behaupten das viele oder gar die meisten Zuschauer nur des Stadions wegen kommen ist dann doch etwas übertrieben.
Ich behaupte dann einfach mal das in einem neuen Stadion ggfls. sogar mehr neue Fans dazu kommen als das aktuelle Fans wegbleiben würden. Beispiele von anderen Vereinen wurden hier mehrmals genannt.
Ich fände es sehr schade wenn die Brücke weichen müsste, aber man kann es auch übertreiben ;-)
@BremerBruecke1899
natürlich definieren die Fans den Verein, aber mit den Fans ist natürlich auch das Stadion untrennbar verbunden. Da ich erst seit ca 11 Jahren in Osnabrück lebe, davon 7 Jahre ununterbrochen mit Dauerkarte und somit im Vergleich zu anderen Fans mich eher zu den Fans der "Neuzeit" zählen kann, kann ich aber insbesondere am eigenen Beispiel feststellen, dass ohne dies Bremer Brücke ich nie Fan dieses Vereins geworden wäre. Es gibt, auch in meinem Umfeld, zahlreiche Beispiele bei denen die Besonderheit des Stadions zum Kontakt zu diesem Verein geführt hat, schließlich zu einer DK und / oder Mitgliedschaft führte.
Ich gehe gar so weit, dass ohne diese Bremer Brücke der VfL die Drittligajahre nicht überlebt hätte, sondern den Weg der Stuttgarter Kickers oder von Kickers Offenbach gegangen wäre: pure Perspektivlosigkeit im Amateurfußball.
Unser Stadion war immer ein Forum für Rettungsaktionen, für das Roaaaw zum wichtigen Sieg oder zur Positionierung klarer zT politischer Statements. Das verbindet und macht den VfL und uns als Fangemeinde stark ohne sich wie St. Pauli permanent selbst zu beweihräuchern.
Reden wir ernsthaft über einen Umzug von diesem Standort nach? Sag einem Kölner mal, dass der Dom abgerissen werden soll und dafür für die Katholiken vor den Toren der Stadt eine Mutifunktionskathedrale errichtet werden soll, in der dann Zillertaler Schürzenjäger am Samstag Abend vor 30.000 Zuschauern den Zillertaler Hochzeitsmarsch spielen können? Klingt verrückt? Genauso verrückt wäre es über einen Umzug (wohin auch immer) nachzudenken...
Der VfL ist die Bremer Brücke und die Bremer Brücke ist der VfL.
@vidocq
Paderborn baut von 15.000 auf 17.700 aus - also ziemlich genau das, was bei uns möglich ist. Kiel hätte den Ausflug in die 1. Liga mit nur etwa 12.000 genehmigt bekommen, das wollte ich damit sagen. Paderborn, Darmstadt und Ingolstadt haben mit 15.000 Ausflüge in die 1. Liga gemacht und allesamt entweder einmal die Klasse gehalten oder sind zum zweiten Male hochgekommen (PB). Ergo reicht ein derart kleines Stadion, wenn die weiteren Auflagen erfüllt werden oder deren künftige Erfüllung zumindest in Aussicht gestellt wird. Und mehr als den vorübergehenden Höhenflug dieser Vereine traue ich unserem VfL auch in den kühnsten Träumen nicht zu.
Und da hier so oft von Potenzialen geschrieben wird: Ja, die wären bei einem Neubau größer und manches wäre einfacher. Aber wie viele Potenziale vergibt man sich ohne die Kultstätte Bremer Brücke? Wie viele Heim-, Gelegenheits-, Hopper- und Gästefans kommen genau aus diesem Grund in Osnabrück in genau dieses Stadion? Wer würde in der 3. Liga-Tristesse in einen mehr oder weniger sterilen Zweckbau am Stadtrand fahren, der dann mutmaßlich zu über der Hälfte leer bleibt? Und vor allem, abseits der nackten Zahlen, was würde das alles für unsere Fanszene und die Identität unseres VfL bedeuten? In der Stadionfrage sehe ich jedenfalls erheblich mehr Sprengkraft als in der Ausgliederung, die für mich jedenfalls eine reine Formalie war, während der Spielort schon eine der großen Grundsatzfragen im VfL ist.
Und noch einmal: Was soll unser VfL dauerhaft mit deutlich mehr als 17-18.000 Plätzen anfangen, wenn es denn sportlich nicht mehr so herausragend läuft wie aktuell? Aus meiner Sicht genau die richtige Größe, so sie denn mit den nötigen Grundstückskäufen gelingt.
Ich meine, dass die Machbarkeitsstudie bis zur Mitgliederversammlung fertig sein soll.
Dort wird dann auch nochmal detaillierter über die nächsten Schritte gesprochen.
Ist die Machbarkeitsstudie eigentlich schon abgeschlossen oder wann kann man damit rechnen, dass diese abgeschlossen ist und die Ergebnisse präsentiert werden?
Beim Stadion geht es um Bedingungen und Potentiale. Die Bedingungen der DFL würde eine umgebaute Brücke wohl die nächsten Dekaden ausnahmslos erfüllen. Daher gibt es nach aktuellem Stand in dieser Hinsicht auch kein K.O.-Kriterium für die Brücke. Anders sieht es mit den Potentialen aus. Die Heimbereiche waren bis auf Heidenheim annähernd komplett ausgelastet. Sollte man sportlich weiter erfolgreich sein, wäre ein Zuschauerzuwachs von 2.000 Heimfans in den nächsten Jahren nicht nur realistisch sondern viel zu tief angesetzt. Ein Stadion mit 18.000 Plätzen (aktuell 16.000?!) könnte sich also schnell selber einschränken und Potentiale vergeuden.
Für Carsten und Matze und das beste Stadion der Welt,
für uns: https://youtu.be/v2AC41dglnM
Denn nur hier ist das Paradies
https://youtu.be/Rbm6GXllBiw
Ich bin auch für den Erhalt der Bremer Brücke, aber das es in Deutschland reihenweise 15.000ner-Stadien gibt ohne nennenswerte Erweiterungsmöglichkeiten ist falsch. Im Gegenteil, mit ein wenig Recherche und Google kriegt man recht schnell raus das infrage kommende Zweitligastadien prinzipiell alle auf über 20.000 erweiterbar sind. Die vielen neuen Stadien der letzten Jahre sind natürlich so von vorne herein konzipiert und gebaut, aber selbst das Stadion in Kiel kann auf 26.000 aufgestockt werden.
https://www.ax5.de/projekte/holsteinstadion-umbau-osttribuene/
Ganz so weit gehen, dass sich der vfl in der Buli etabliert oder Euroleague spielt wollte ich nicht. Ich wollte die Gesamtsituation und die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit dahinter hervorheben. Die Verantwortlichen müssen bei dem Thema schon sehr gut abwägen. Ich wollte weder als Politiker noch als vfl Verantwortlicher in diesem Thema eingebunden sein. Ist es denn nicht auch die Gesamtheit der Baustellen die das Thema um die Infrastruktur des vfl so diskussionswertig macht?
Derjenigen dessen Vorschlag es war häuser zu kaufen und diese ggf abzureisen den möchte ich bitten mit seinem großen Koffer voll Geld bei jw vorbeizuschauen und diesen dort stehen zu lassen. Dieser reicht dann wohl lediglich für irgendwelche Rechtsstreitigkeiten mit irgendwelchen An bzw Bewohnern. Außerdem kann man in Deutschland nicht einfach so Gebäude abreißen. Ich bin der Meinung dass wenn man was macht es vernünftig und nachhaltig geschehen muss und bleibe dabei dass 20000 Zuschauer Kapazität das allermindeste sein sollte. Man kann auch mit 15000. Klar! Nur wie wirtschaftlich wird das dann sein?
@robogod
Warum sollten die Verantwortlichen sich mit vollkommen unrealistischen Forderungen auseinandersetzen? Man mag unseren Verantwortlichen einiges vorwerfen, aber nicht das.
@Altfan
Es gibt reihenweise 15.000er-Stadien ohne ernsthafte Erweiterungsmöglichkeiten in Deutschland. Deshalb halte ich eine künftige Anhebung der DFL-Mindestkapazität für vollkommen unrealistisch. Warum sollte es mit 18.000 bei uns in ein paar Jahren düster aussehen? Selbst im unwahrscheinlichen Fall einer kurzfristigen Erstligazugehörigkeit. Die haben Paderborn, Darmstadt und Ingolstadt mit 15.000er-Stadien allesamt gemeistert. Zwei der genannten Vereine mit einmaligem Klassenerhalt, der dritte (PB) ist zum zweiten Mal damit hochgegangen. Und Kiel hätte bei anderem Ausgang der Relegation gegen WOB nach Einspruch sogar ein Jahr vor ca. 12.000 Rängen spielen dürfen.
Gut, wenn man eine dauerhafte Zugehörigkeit zum Oberhaus und dann ggf. auch die EuroLeague anstrebt, dann würde auch eine umgebaute Bremer Brücke nicht ausreichen. Aber das halte zumindest ich ungefähr für so realistisch wie die Forderung, um die Bremer Brücke ganze Straßenzüge abzureißen.
Vielen Dank, Altfan, dass du versuchst mich zu erleuchten. Magst du mir auch noch mal erklären wo man diese Kristallkugel bekommt, die offensichtlich in eine völlig offene Zukunft schauen lässt. Oder besser: schick mir dich einfach die Lottozahlen der nächsten Wochen.
In der Zukunft laufen Leistungsträger mit Beatmungsapparaten auf dem
Rücken durch die Brücke, während die Zuschauer an Beatmungsgeräten
in Klinken Sky gucken für 99€ pro Woche. Nur ich bin vor Ort: weil
Kettenraucher.
Lit74 und sesselfan haben die ganze Situation nicht verstanden. Es geht um die Zukunftsfähigkeit des Stadions und des Vereins. Ob das Stadion auch in 10 Jahren den Ansprüchen der DFL Statuten gerecht sein wird, die Kapazität auch in Zukunft noch ausreichend ist und es geht darum dass die Stadt den Bürgern gegenüber die nicht wirklich Fussball bzw vfl Affin sind Rechenschaft abgeben muss. Letzteres lässt sich sicher leichter mit dem Argument "Mehrzweckarena" auch für Konzerte und den folgenden Affekten meistern.
Es geht auch darum heute 25 Mille in das alte Stadion zu investieren um ggf in 10 Jahren festzustellen dass doch ein Neubau her muss der dann nochmal 40 Mille kostet. Es geht auch darum, vielleicht eine zentrale Lösung zu schaffen um ggf. alles an einen zentralen Punkt zu lenken. Eine auf einen Punkt teure aber im Endeffekt gute zufriedenstellende Lösung und nicht in 2 Jahren die nächste Baustelle haben. Siehe jlz und Trainingsbedingungen.
Fakt ist ist auch dass wenn wir heute Bedingungen erfüllen dies mit denselben Voraussetzungen in 5 Jahren auch nicht so sein muss. Baust du heute auf 18000 ohne kaum erweiterungspotential sieht es u. u in 5 Jahren düster aus. Was passiert wenn es wirklich mal in die Bundesliga geht? Sagen wir dann nein machen wir nicht?
Formel III:
Bemer Bücke / icke / Fanz
Streifi: Rensmans Feld ausgebaut. YEAH
Also für mich definieren die Fans den VfL und nicht der Spielort.
Die Bremerbrücke ist die Bremerbrücke, weil wir sie dazu machen.
der VFL ohne die BremerBrücke ist der VFL
Mythos Bremer Brücke erhalten! Ohne die Bremer Brücke wäre der VFL ohne Herz und ohne Seele...
Umbau der Bremer Brücke um die Auflagen zu erfüllen und gut ist!
„Postfaktisch“ kann man natürlich immer mal bringen, wenn einem die Argumente ausgehen.
Und „die Machbarkeitsstudie abwarten“ duftet schon so angenehm nach „lasst sie arbeiten!“...
Ich wünsche mir ein Stadion für 20.000 Zuschauer, mindestens. Als Standort fände ich Ostercappeln supi. Dann könnte ich zu Fuß zu den Heimspielen.
Das müssen diese postfaktischen Zeiten sein, von denen alle sprechen. Hier spielen sich Nutzer auf und behaupten einfach aus dem Nichts heraus, dass 18-20 Tsd. Plätze an der Brücke möglich sind, obwohl erste Hinweise zeigen, dass das äußerst schwierig werden könnte. Damit das realisiert werden kann sollen Häuserblocks gekauft, Straßen verlegt, ein zu kleines Spielfeld abgesenkt (und damit weiter verkleinert) werden. Selbst wenn dies möglich wäre, wäre es einfach unvernünftig und unverhältnismäßig, da die Kosten ins unermessliche steigen und die rechtliche Situation mehr als schwierig wäre. Ich schlage vor, dass wir die Machbarkeitsstudie abwarten und dieses Thema einfach verschieben. Wünsche, wie und wo ein zukünftiges Stadion stehen sollte, sind wohl die einzigen seriösen Beiträge, die noch zu diesem Thema geschrieben werden können.
Scheinen ja doch noch Karten fürs Pauli- Spiel morgen in den freien Verkauf zu gehen.
20.000 als Sollkapazität, da bin ich auch sehr dafür.
Es darf uns bei allen Zukunftsprojekten bloß nicht so gehen wie Aachen oder K´lautern , deren Stadien sie als Klotz am Bein in den Abgrund reißen bzw. gerissen haben. Bei Gladbach bin ich ein bißchen erstaunt, daß die es gepackt haben....